Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V.

Wählergruppe für Reinbek und Stormarn

Vorsitzender: Heinrich Dierking, Op den Stüben 42, 21465 Reinbek

Tel. 040-7201056 d  040-7105138 p  Fax 040-7203480  eMail waehlergruppe@forum21-reinbek.de

Reinbek, den 20.12.2011
Forum21-Kolumnen in "Der Reinbeker" im Jahr 2011
In den verschiedenen Ausgaben des "Reinbeker" im Jahr 2011 hat die Forum21-Fraktion folgende Texte unter der Forum21-Kolumne veröffentlicht:

"Schloss-Gespenst"  in Ausgabe 24.01.2011

Ein Gespenst geht um in Reinbek. Es wabert, wimmert und wispert durch Gassen, Gesprächsrunden und Geheimsitzungen: Huh, Huh, der Kraske geht in Ruhestand. Dann drohen Euch Ödnis und hoch-kulturelle Verwahrlosung! 

Und es gespenstert weiter, begleitet vom Trauergesang einiger Klein-Gespenster: Ihr müsst diesen Begnadeten zum einzigen und wahren General-Kultur-Chef auf Lebenszeit ernennen, sonst ist der Niedergang nicht auf zuhalten! Huh, Huh!?

Nun mal langsam und zurück auf den Boden der Wirklichkeit! 

In vollem Respekt für die Leistung im Amt und in Würdigung auch zahlreicher miserabel besuchter „Hoch-Kultur“-Veranstaltungen gilt doch: 1.) Reinbek ist nicht Kraskebek! 

2.) Jeder hat ein Anrecht auf eine selbstbestimmte Pensionszeit. 

3.) Geben wir der /  dem Nachfolger/in Chancen, Reinbeks amtliches Kulturleben neu aufzustellen! 

Verbannen wir doch das Gespenst zurück ins morbide Gebälk der Endzeit-Stimmung, dort kann es dann ungestört felix-krullen, zauberbergeln....

 

"Souveränität" in Ausgabe 21.02.2011

-ist das hohe wertvolle Gut

-hat Reinbek  durch das Wirken / Arbeiten vieler Generationen erworben und entwickelt

-erfordert mutiges Handeln und umsichtiges Entscheiden,

-fordert umfassende Sachkunde und Weitblick,

-heißt: Ausbau der Stärken und Verminderung der schwachen Eigenschaften und Positionen

-setzt auf das „Grosse Ganze“ und vermeidet Vorteilsgewährung für eine oder wenige Alt-Eingesessene

-wirtschaftet klug und vorausschauend ohne Überziehungs-/ Kassenkredit (Reinbek: Kassenkredit 8.000.000 Euro!!)

-setzt auf umfassende Mitwirkung und Beteiligung der Bürger mit ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Engagements

-braucht keine Geheim-Sitzungen „unter Ausschluss der Öffentlichkeit“

-setzt auf Nachhaltige Entwicklung unserer Stadt

-pfeift auf ständige Paragraphen-Auslegungen und mehrfache Rückversicherungen

-bedeutet auch Beharrlichkeit im Durchsetzen Reinbeker Ziele und Konzeptionen!

--muss „erworben werden, um sie zu besitzen“ (frei n. W.G.)  

So sehen wir das!

 

"Akute Sicherheit ?"  in Ausgabe 21.03.2011

Bei der Bewältigung der aktuellen atomaren Katastrophe in Fukushima-Japan attestieren unsere Medien der dortigen Bevölkerung in ihrem fürchterlichen Leiden eine große Gelassenheit, fernab von Panik. Die TV-Bilder dokumentieren jedoch auch eine nahe dem Wahnsinn gelegene Hektik: Hubis besprühen durchknallende  Reaktoren, Wasserwerfer gegen radioaktive Strahlung, todesmutige „Helden“ wollen an die AKW-Front – dem Tenno sei Ehre?!

Wie würde Reinbek handeln? 

Haben wir ausreichend Vorsorge betrieben? 

Sind die notwendigen Handgriffe und Maßnahmen bekannt und eingeübt? 

Sind die dann Verantwortlichen befähigt, sachkundig und informiert?

Die Stadt Reinbek liegt 14,5 bis 20 km nahe Krümmel: Willkommen also in der Schutzzone! 

Wir empfehlen, sich sofort zu informieren: Wie schützen wir uns, unsere Lieben, unsere Kultur-Landschaft, unsere Einrichtungen, unsere geschichtliche Erinnerung?

Bitte heute darum kümmern, damit das morgen erträglich bleibt. Wir sind dabei!

 

"Flexibilität & Freiheit"  in Ausgabe 23.05.2011

in der Entscheidung und Verfügung über städtische Liegenschaften sind zentrale Voraussetzungen, um unsere Stadt aus der finanziellen Misere heraus zuführen. Der in Geheim-Beratungen vorbereitete Langfrist-Vertrag über das städtische Sportzentrum ist ein Irrweg, er schreibt eine heutige Situation fest, missachtet den gesellschaftlichen Wandel, widerspricht den Haushaltsbegleitbeschlüssen vom März 2010 und bindet die Stadt (faktisch unkündbar) finanziell und städtebaulich in unzulässiger Weise. 

Dabei ist sehr zu bezweifeln, ob die heutige Art der Sportförderung zukünftig noch sinnvoll ist, ob  vereinsgebundene Freizeit- und Sportaktivitäten ihre heutige Bedeutung behalten, ob heutige Vereinsaktivitäten fortdauern oder überflüssig  werden, ob die heutigen Sport“sparten“ in 5, 10 oder 25 Jahren noch „in“ sind und nachgefragt werden. 

Wichtig sind uns: eine Entflechtung des finanziellen Wirrwarrs zwischen Stadt und TSV sowie die Nutzung und Unterhaltung der Sportanlagen über  flexibel den Umständen anzupassende Satzungen.

 

"Kultur in Reinbek" in Ausgabe 20.06.2011

zeichnet sich durch eine lebhafte, anregende und vielschichtige Vielfalt aus. Es ist der bleibende Verdienst der „Stadtleitbild-Projektgruppe Kultur“, diesen Schatz des vielfältigen Engagements von Privaten (aktuell z.B. 36. Malerweekend 18./19.06.), Kirchen (a. z.B . Gethsemane 18.06., a. z.B. M.-M.-Kirche 18.06.), Chören (a. z.B. Chorgemeinschaft Ohe 19.06.), Schulen (a. z.B. Gymnasium 17.06.), KGS, Freundeskreise und Anderer ins Licht gerückt zu haben.

Dieses weitgehend ehrenamtlich organisierte & verantwortet „Konzert der Vielfalt“ stellt zusammen mit den gleichartigen „Konzerten“ in den Nachbargemeinden ein „niedrig-schwelliges“, qualitativ hochwertiges, weitumspannendes Kultur-Angebot dar.

(Die mittels Zahn und maskulinem Gedröhn verbittert geführte Erbhof-Schlacht ums Kulturzentrum wird zu Recht im Nirwana der Eitelkeiten enden. Dort ist es auch gut so.)

Ziel sollte sein, angemessene Rahmenbedingungen für Kultur in Reinbek zu schaffen, um das obig skizzierte „Konzert der Vielfalt“ zu fördern und dessen Entfaltung zu ermöglichen.

 

"Investitionen"  in Ausgabe 26.09.2011

heimischer Betriebe sind zu begrüßen, zumal heute, wo skrupellose Hedgefonds und Banken um Milliarden auf den Niedergang von Konzernen, Real-Wirtschaft, Staaten zocken und sich zum Nachteil der Gesellschaft  bereichern.

Die Absicht der Familie Kratzmann, ihren Einzelhandelsbetrieb an der Sachsenwaldstraße zu vergrößern, hat 2010 die Zustimmung des Planungs-Ausschusses gefunden. Dann wurde die Entscheidung viele Monate vertagt. Das Mittelzentrum „RGW“ hat ein „Einzelhandelskonzept“ erarbeiten lassen. 

Dieses liegt nun in 56 Powerpoint-Folien (!!) vor. 

Die Inhalte und Ergebnisse sind schwer nachvollziehbar, sie geben jedoch auch keinen vernünftigen Grund, die Kratzmann-Investition  zu verzögern! Jetzt, im Oktober 2011 will der Bürgermeister sich beauftragen lassen (Vorlage 2011/10/017), mit Wentorf und Glinde „Gespräche zu führen, um für den Kratzmann-Standort eine gemeinsam abgestimmte Entwicklungsvariante festzulegen“.

Hier läuft doch was falsch, oder?

 

"Blödes Eigentor!"  in Ausgabe 24.10.2011

Am 10.11.2010 stellten sich die Fraktionen ihre Ideen zur Rahmenplanung Schönningstedt vor. Festgelegt wurde, die Öffentlichkeit kurzfristig umfassend zu informieren und bei der Konkretisierung zu beteiligen. 

Das Rathaus und der beauftragte „Planer“ schlossen nun für die Folgezeit die Fraktionen von jeglicher Beteiligung aus, verwirrten in einer sogenannten „Bürgerwerkstatt“ und erarbeiteten ein eigenes Konzept. 

Ein monatelanges Desaster beginnt: Völlige danebenliegende Interpretationen regionalplanerischer Ziele, Missverständnisse über die Rolle der landwirtschaftlichen Nutzung, von Politik, Grundeigentümern, Bürgern und Bürgerbegehren und aktuelle Erfordernisse dokumentierten sich in einem wirklichkeitsfernen Konzept-Entwurf. 

In einer letzten vertraulichen Beratung am 01.11. soll ein politischer Konsens über gemeinsame Ziele und Grundsätze gefunden werden. Wir wollen noch 2011 endlich interessierten Bürgern Mitwirkung ermöglichen. Wie eigentlich seit einem Jahr vorgesehen...!

 

"Ausfahrt verpasst!“ in Ausgabe 21.11.2011

Der Haushalts-Entwurf des Rathauses für 2012 kalkuliert mit einem Jahres“fehl“betrag von 2.112.500 Euro und prognostiziert auch für 2013 und 2014 erhebliche „Fehl“beträge. Entsprechend wird der Schuldenstand (S. 7) von 25,194 Mio Anfang 2011 über 26,879 Mio Ende 2011 und 30,892 Mio Ende 2012 auf 32,553 Mio Ende 2013 und 34,122 Mio Euro Ende 2014 um insgesamt 8,928 Mio Euro (+35%) anwachsen – und selbstredend auch die Zinsen, für diese enormen Schulden zu zahlen sind! Hinzu zu zählen sind jeweils 1,44 Mio Euro Schulden (Anfang 2012) des Freizeitbades Reinbek!

Dieser Weg führt in die Düsternis und überlässt nachfolgenden Generationen nur Kosten, mangelhaft unterhaltene Gebäude, schlecht ausgestattete Einrichtungen sowie ständig steigende Hebe- undGebührensätze. Übrigens: Der Rathaus-Entwurf enthält bereits einen - in der Öffentlichkeit noch nicht wahrgenommenen - erneuten Anstieg des Hebesatzes der Grundsteuer B!

Hallo Reinbek – Bitte endlich aufwachen! Träumen war gestern...

 

  

Zu den Zusammenfassungen der früheren Jahre:  2010 und  2009 .

Heinrich Dierking