Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V.

Wählergruppe für Reinbek und Stormarn

Vorsitzender: Heinrich Dierking, Op den Stüben 42, 21465 Reinbek

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Reinbek, den 05.05.2011
Reinbeker Raps-Landschaft 2011 - ein Ackergroßflächenanbau der besonderen Art, das Umweltziel der "biologischen Vielfalt" umzusetzen! 

Gedanken zur örtlichen Umsetzung des Umweltziels der „biologischen Vielfalt“

 

Zur Zeit erstrahlt die Reinbeker Gemarkung in einem flächenhaftem Gelb – die Rapsblüte verwandelt die bislang pflanzengrünen Ackerschläge in einen fahlgelben Teppich!

 

Wohin man blickt – Raps.

Zwischen der K80 und der Haidkrugchaussee: Raps.

Östlich der Haidkrugchaussee bis Ohe: Raps.

Östlich des Gewerbegebietes Haidland bis zur Wohnbebauung entlang der Königstraße: Raps.

Südlich der Sachsenwaldstraße, südlich des EKZ Kratzmann und westlich der Schönningstedter Straße: Raps.

Raps allerorten.

 

Was die pflanzengrüne Ackerkultur nicht sofort erkennen ließ, wird nun durch die gleichzeitige flächenhafte Rapsblüte „verraten“: In der Reinbeker Gemarkung herrscht mittlerweile großflächig eine Monokultur vor, die den Vergleich mit den ostelbischen „Intensiv-Ackerbau-Landschaften“ nicht zu scheuen braucht.

 

So schön die Rapsblüte auch erscheinen mag, sie dokumentiert in ihrer flächenhaften Dominanz, dass auch die Reinbeker Landwirtschaftsunternehmer ihr finanzielles Heil in einer großflächigen Intensiv-Monokultur-Wirtschaftsweise suchen.

 

Der finanzielle Druck zur Intensivst-Nutzung scheint mittlerweile überwältigend groß zu sein: 

Randstreifen mit etwas weniger intensiver Nutzung, die auch Wildkräutern und Wildgräsern und damit auch den auf diese Pflanzen angewiesenen Tierarten „Lebensraum“ bieten, finden sich nirgends!

 

Pflanzen und Tiere, die mit der dominanten Rapspflanze nichts anzufangen wissen oder den ständigen Spritzdruck der Rapsfelder nicht aushalten, sind in diesem Jahr aus Reinbek vertrieben worden. 

Artenvielfalt und biologische Vielfalt finden hier nicht statt.

 

Während sich politische Gremien damit beschäftigen, ob Reinbek der „Deklaration zur biologischen Vielfalt“ beitreten soll, wird durch eine Handvoll  Landwirtschafts-Unternehmer die biologische Vielfalt („Biodiversität“) in der Gemarkung auf  NULL gesetzt und die Landschaft einseitig intensiv ausgenutzt!

 

Die von Agrar-Lobbyisten immer und insbesondere Im „Jahr der biologischen Vielfalt“ 2010 ins Diskussionsfeld geführte „Vielfalt von Agrarökosystemen“, um deren Erhaltung sich die „nachhaltig wirtschaftende Landwirtschaft“ verdienstvoll kümmere, entlarvt sich leider auch in Reinbek als scheinheilige Verklärung!

 

Offenbar herrscht die Devise „Umweltschutz war gestern, heute kommt es auf Profitmaximierung an!“

 

Heinrich Dierking       Heidrun Tacke