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Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V. |
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Wählergruppe für Reinbek und Stormarn |
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Vorsitzender:
Heinrich Dierking, |
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Tel. 040-7201056 d 040-7105138 p Fax 040-7203480 eMail waehlergruppe@forum21-reinbek.de |
| Reinbek, den 25.03.2011 |
| Stadtvertretung votiert mehrheitlich für GmbH-Lösung – Fortsetzung des „Schlendrians“ bei der wirtschaftlichen Führung des Freizeitbades Reinbek? |
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Die
Reinbeker Stadtvertreter haben in ihrer
Sitzung am 24.03.2011 mehrheitlich dafür votiert, das Freizeitbad als
100%-Tochter in einer Stadt-GmbH
zu führen, gegen die Stimmen von Forum21 und 1 FDP-Vertreters. Diese
GmbH-Lösung erfordert im Jahre 2012 einen städtischen Zuschuss von
499.817,02 Euro und liegt damit erstaunlich nah, aber um wenige Euro unter
der von der Stadtvertretung beschlossenen Deckelung des Zuschusses auf
500.000 Euro. Die
Stadtverwaltung hatte in ihrer öffentlichen Informationsvorlage 2010/50/032
vom 12.01.2011 ausdrücklich
darauf hingewiesen: „Aus
Sicht der Verwaltung sollte für das Freizeitbad Reinbek ein eigenständiger
Eigenbetrieb angestrebt werden. Für die Politik böte sich bei dieser
Rechtsform die Möglichkeit, durch eine Steuerung über die Beschlussfassung
der Gremien direkt Einfluss auf das Freizeitbad nehmen zu können. Dieses
ist bei einer GmbH nur eingeschränkt möglich. Auch ist zu berücksichtigen,
dass durch die „Deckelung“ des Zuschusses auf 500.000,00 Euro bei einer
GmbH das Insolvenzrecht greifen könnte. Das entfällt bei einem
Eigenbetrieb, wobei die Stadt formal verpflichtet ist, das Defizit in voller
Höhe auszugleichen.“ (2010/50/032 S. 3 Punkt IV) Da
der Geschäftsführungsvertrag mit der Nord-direct GmbH (100%-Tochter von
E.ON Hanse) – jährlich 56.300 Euro - auslaufen soll, wird die örtliche
Badleitung Teilaufgaben der Geschäftsführung übernehmen. Hatte
es in früheren Beratungen immer geheißen, der tatsächliche Aufwand für
die Geschäftsführung sei geringfügig, da die derzeitige Badleitung diese
Aufgaben vor Ort bereits wahrnimmt, kommt die Verwaltung nun nach Gesprächen
„über die Betriebsabläufe und die Aufgabenverteilung zwischen Geschäftsführung
und Badbetriebsleitung“ zu dem Ergebnis, den Anteil der Badleitung für
die Geschäftsführung pauschal mit 30% anzunehmen – und selbstverständlich
werden in altbekannter Manier diese 30% als zusätzliche Personalkosten
veranschlagt. Und
ebenfalls zusätzlich werden folgende Personalkosten pauschal veranschlagt:
„die Aufgaben für die Finanzbuchhaltung und das Marketing sowie
allgemeine Dienstleistungen sind vorerst mit 50 % einer Vollzeitkraft zu
bemessen.“ (2010/50/032 S. 3
Punkt III) Somit
werden in der öffentlichen Informationsvorlage 2010/50/032-1 vom 10.03.2011
die finanziellen Auswirkungen so dargestellt, dass ab 2012 für die
Badleitung zusätzliche Personalaufwendungen in Höhe von 44.400 Euro
veranschlagt werden und gleichzeitig werden die „sonstigen
Dienstleistungen“ unter Punkt 4.8 mit 37.300,00 Euro statt wie
bisher mit 56.300 Euro veranschlagt. Und
ein Hammer ist: Der
Eigenbetriebs-Lösung werden zusätzlich pauschal „Verwaltungsgemeinkosten
10% der Brutto-Personal-Kosten“ unter Punkt 4.9 in Höhe von 51.921,25
Euro auf gebürdet, wodurch der Zuschuss zum Eigenbetrieb um ca. 46.000
Euro über dem erwarteten Zuschuss für die GmbH-Lösung liegen soll! Die
dahinter stehende Logik? Offenbar
werden der Eigenbetriebslösung diese Kosten für Personal und sonstige
Aufwendungen des Rathauses auferlegt, wohin gehend die entsprechenden tatsächlichen
Aufwendungen an Personal und Ressourcen (z.B. Leistungen des Rathauses zur
Bauüberwachung und zur Bauunterhaltung) der GmbH bislang nicht berechnet
worden sind bzw. berechnet werden! Allgemein v
ist
in den Beratungen 2010 festgelegt worden, den Betrieb des Freizeitbades nach
wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu führen, was jedoch durch
pauschalisierte Kostenveranschlagungen und ständig zusätzliche
Kostenveranschlagen konterkariert wird. v
haben
wir erwartet, dass der „neu“ Aufsichtsrat mit BM Bärendorf (2008
anstelle von BM Palm), Hans-Joachim Schulze-Hortung
(SPD, 2008 anstelle von Bernd Syska SDP) und Patrick Ziebke (CDU,
2010 anstelle von Hans-Helmut Enk CDU) zu einer deutlich wahrnehmbaren
Durchsetzung haushaltswirtschaftlicher Belange führen würde. Wir
meinen: Mit
der Entscheidung für die GmbH-Lösung wird leider versäumt, das
Freizeitbad Reinbek in einem Eigenbetrieb zu organisieren und damit quasi am
kurzen Zügel eine dauerhaft wirtschaftlichere und finanziell steuerbare
Betriebsführung zu gewährleisten. Die
von einigen Rednern von CDU, SPD und Grüne in den Raum gestellt Testphase
von 2 Jahren, nach der dann über die Umgründung als Eigenbetrieb zu
befinden sei, ist übrigens nicht Gegenstand des Beschlusses. Dieser
lautet schlicht und ohne zeitliche oder sonstige Bedingungen: „Die
Stadtvertretung spricht sich für die Weiterführung des Freizeitbades
Reinbek in Form einer „GmbH Stadt“ aus.“
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| Heinrich Dierking Hajo Brügge Heidrun Tacke Loni Timm |
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