Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V.

Wählergruppe für Reinbek und Stormarn

Vorsitzender: Heinrich Dierking, Op den Stüben 42, 21465 Reinbek

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Reinbek, den 03.09.2009
Endlich:  Reinbeker Politiker votieren für eine einheitliche Umsetzung der "Dichtheitsprüfung" nach DIN 1986 Teil 30 in der Stadt Reinbek.

Forum21-Antrag vom 23.07.2009 zur Sicherstellung einer einheitlichen Umsetzung der DIN 1986 Teil 30

Die kommunale Selbstverwaltungsaufgabe der Abwasserbeseitigung wird für die Stadtteile Schönningstedt, Neuschönningstedt und Ohe durch den Zweckverband Südstormarn und ansonsten durch den  städtischen Eigenbetrieb Stadtbetrieb Reinbek wahrgenommen.

 

Diese Gebiets-Aufteilung birgt die Gefahr einer uneinheitlichen Umsetzung der sog. Dichtheitsprüfung der privaten Abwasserleitungen (vom Haus zum Schmutzwasser-Übergabeschacht auf dem Grundstück), wodurch auch eine völlig uneinheitliche Kostenbelastung für die Reinbeker Bürger  entstehen könnte, je nachdem in welchem Stadtteil man gerade wohnt.

Diese Gefahr ist leider ziemlich real, zumal der Zweckverband Südstormarn bereits im März 2009 die privaten Grundstückeigentümer im Wasserschutzgebiet Glinde – dazu zählt der gesamte Stadtteil Neuschönningstedt mit 7.000 Einwohnern - mit einem barschen Aufforderungs-Schreiben zur Durchführung dieses „Zwangstestes“ ermahnt hatte.

 

Um dieser Gefahr frühzeitig entgegen zu wirken, hatte Forum21 bereits am 23.07.2009 für die September-Sitzung des städtischen Werk-Ausschusses (= „Abwasser“-Ausschuss) die Beratung zur „Sicherstellung einer einheitlichen Umsetzung der Dichtheitsprüfung nach DIN 1986 Teil 30 in der Stadt Reinbek und in der Region“ beantragt. (siehe unten!)

 

Nach Auffassung der Forum21-Fraktion ist unbedingt anzustreben, für alle Bürger aller Stadtteile und Wohngebiete der Stadt Reinbek (und möglichst auch der Nachbargemeinden) ein einheitliches Verfahren zur Umsetzung der Dichtheitsprüfung hinsichtlich Inspektion, Protokollierung und Dokumentation sowie Sanierung festzulegen.

Die Entscheidungsgrundlage liegt mit der MLUR-Handlungsempfehlung vom Juni 2009 nunmehr vor. Es ist daher äußerst dringlich, bis Ende 2009 ein allgemein gültiges Modell der Umsetzung abzustimmen und festzulegen.

 

Der Reinbeker Werk-Ausschuss bestätigte am 01.09.2009 einstimmig unsere Intention und hat beschlossen:

1.    Es soll ein einheitliches Verfahren zur Umsetzung der Dichtheitsprüfung in Gesamt-Reinbek geben.

2.    Den Bürgern wird empfohlen, vorerst nichts zu unternehmen und die Entscheidungen der Stadt Reinbek und des Zweckverbandes Südstormarn abzuwarten.

 

Verwaltung und Politik sowie der Zweckverband Südstormarn sind jetzt gefordert, die Vor- und Nachteile der in der MLUR-Handlungsempfehlung angebotenen 5 Umsetzungsmodelle abzuklären und eine für die Stadt und für die Bürger praktikable und kostengünstige Lösung festzulegen.

 

Der Haupt-Ausschuss wird in der September-Sitzung weitere Aspekte unseres Antrages vom 23.07.2009 beraten. Zur Vorbereitung hat die Forum21-Fraktion eine Anfrage an Bürgermeister und Verbandsvorsteher zu den „bürokratischen“ Konsequenzen der „Zwangs“-Dichtheitsprüfung und den Auswirkungen auf die Abwassergebühren gerichtet.

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Anhang:  Antrag der Forum21-Fraktion vom 23.07.2009

Reinbek, den 23.07.2009

 

Haupt-Ausschuss / Werk-Ausschuss der Stadt Reinbek

Herrn Vorsitzenden Wilfried Potzahr        über Hauptamt an Fax 7229407

 

Sitzung des Haupt-Ausschusses im September 2009

Sitzung des Werk-Ausschusses im September 2009

 

Antrag

Hiermit wird folgender Tagesordnungspunkt für die jeweiligen Sitzungen von Haupt-Ausschuss und Werk-Ausschuss im September 2009 beantragt:

 

Sicherstellung einer einheitlichen Umsetzung der Dichtheitsprüfung nach DIN 1986 Teil 30 in der Stadt Reinbek und in der Region

 

Die kommunale Selbstverwaltungsaufgabe der Abwasserbeseitigung wird für die Stadtteile Schönningstedt, Neuschönningstedt und Ohe durch den Zweckverband Südstormarn und ansonsten durch den  städtischen Eigenbetrieb Stadtbetrieb Reinbek wahrgenommen.

 

Die Umsetzung der sog. Dichtheitsprüfung privater Abwasserleitungen nach der DIN 1986 Teil 30 ist Gegenstand der erst Ende Juni 2009 veröffentlichten „Handlungsempfehlung“ des MLUR.

In der MLUR-Handlungsempfehlung sind u.a. 5 verschiedene Verfahrensmodelle aufgezeigt worden, „damit die kommunalen Vertretungen in die Lage versetzt werden, die Umsetzungsvariante zu wählen, die für sie die DIN 1986 Teil 30 unter wirtschaftlichen, organisatorischen und Umweltgesichtspunkten zum Wohl der Bevölkerung optimal und rechtssicher umsetzt.“ (dort S. 4)

 

Aufgrund der unterschiedlichen Terminvorgaben für die Umsetzung in Wasserschutzgebieten (erstmalig bis Ende 2009, diese Frist ist auch nach Aussage des MLUR nicht haltbar!) und außerhalb von Wasserschutzgebieten (erstmalig Ende 2015) hat der Zweckverband Südstormarn bereits im März 2009 von den Grundeigentümern im Wasserschutzgebiet Glinde (in Reinbek: der Stadtteil Neuschönningstedt) die Umsetzung der Dichtheitsprüfung eingefordert.

 

Nach Auffassung der Forum21-Fraktion ist unbedingt anzustreben, für alle Bürger aller Stadtteile und Wohngebiete der Stadt Reinbek und möglichst auch der Nachbargemeinden ein einheitliches Verfahren zur Umsetzung der Dichtheitsprüfung hinsichtlich Inspektion, Protokollierung und Dokumentation sowie Sanierung festzulegen.

 

Die Entscheidungsgrundlage liegt mit der MLUR-Handlungsempfehlung nunmehr vor.

 

Es ist daher äußerst dringlich, bis Ende 2009 ein allgemein gültiges Modell der Umsetzung abzustimmen und festzulegen.

Verantwortlich sind die Verbandsversammlung des Zweckverbandes Südstormarn und die städtischen Gremien.

 

Ergänzungen des Antrages und der Begründung bleiben vorbehalten.

Die Antragstellung erfolgt so frühzeitig, um der Verwaltung Vorbereitungen zu ermöglichen.

Auf die Bestrebung von Stadt und Amt Bargteheide sowie deren Nachbargemeinden auf Koordinierung der Dichtheitsprüfungen wird hingewiesen (u.a. Stormarner Tageblatt vom 17.07.2009).

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Heinrich Dierking     Hajo Brügge     Heidrun Tacke    Loni Timm