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Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V. |
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Wählergruppe für Reinbek und Stormarn |
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Vorsitzender:
Heinrich Dierking, |
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Tel. 040-7201056 d 040-7105138 p Fax 040-7203480 eMail waehlergruppe@forum21-reinbek.de |
| Reinbek, den 30.04.2009 |
| Ersatz-Neubau der Holländerberg-Brücke: Das Desaster nimmt seien Lauf - Reinbeker Stadtverordneten-Mehrheit schießen weitere 208.000 Euro nach - immer noch keine Klarheit über die Gesamtkosten! |
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Der
Ersatz-/Neubau der abgerissenen baufälligen Holländerberg-Brücke über
die Hamburger Straße ist völlig aus dem Ruder gelaufen! Wir
erinnern uns: Im August 2008 hatte Forum21 beantragt, erneut über die
Vergabe der Bauleistungen zu beraten und Aufträge erst dann zu erteilen,
wenn die Gesamt-Kosten dieses Bauwerkes bekannt sind. Das
hatte eine wütenden – durch einige Stadtpolitiker von CDU, Grüne und FDP
angestachelten - Bürger-Unmut hervorgerufen, der sich in einer öffentlichen
Sitzung Anfang 2009 gegen unsere
Fraktion entlud. Der
damals erst seit wenigen Tagen im Amt weilende Bürgermeister Bärendorf
wird in der Bergedorfer Zeitung am 04.09.2008 mit den Worten zitiert: „Es
handelt sich um 4.000 Euro Mehrkosten“ sowie
„Wenn Forum21 seinen Antrag zurückziehe, werde er sofort den
Auftrag unterzeichnen“ und damit nahe gelegt, der Forum21-Fraktion
grundlose Verzögerungstaktik zu
unterstellen. Entsprechend
verständnislos schimpften besorgte Bürger und Eltern aus dem Stadtteil
Hinschendorf über unser „Verhalten“, das als gegen die Interessen von
Eltern, Bürgern und Schulkindern der Klosterbergen-Schule gerichtete
Politik dargestellt worden ist. Nachdem
die Stadtverordnetenversammlung mit großer Mehrheit von CDU, SPD, Grüne
und FDP den Forum21-Antrag eines
Quasi-Planungs-Moratoriums abgelehnt hatte, ist dann der Auftrag für das
Baulos 1 (Erdarbeiten und Fundamente) – weiterhin in Unkenntnis der
Gesamt-Kosten – an die Fa. Martens erteilt worden. Zwischenzeitlich
·
ist die erste
Ausschreibung des 2. Bauloses (Brückenüberbau) durchgeführt und wieder
aufgehoben worden. ·
ist eine erneute
zweite Ausschreibung für den Brückenüberbau erfolgt. ·
sind von der
beauftragten Bau-Firma Martens erhebliche „Massdifferenzen“ in dem ursprünglich
genehmigten Brückenentwurf im Verhältnis zur wirklichen Höhen und Geländesituation
festgestellt worden. ·
gibt es einen neuen
Entwurf des Brückenoberteils, das sich unter anderem durch jeweils linear
9- bzw. 11-Prozent-Anstiege von Hinschendorfer Seite bzw. Täbymarkt-Seite
„auszeichnet“. ·
hat die Mehrheit auch
diese grässliche Kröte geschluckt: im Jahre 2009 (oder 2010?) soll durch
die Stadt Reinbek eine neue Brücke gebaut werden, die das Kriterium der
Barrierefreiheit (früher: Behindertengerechtigkeit) „Maximal 6 %
Steigung/Gefälle“ vernachlässigt. ·
hat die Fa. Martens
neue Erschwernisse und Bauhindernisse vorgefunden: Leitungen im Untergrund,
die die Errichtung der Fundamente behindern. ·
ist auf der Baustelle
auch nach mehreren Monaten „frostfreier“ Witterung nur wenig
Baufortschritt zu erkennen. Jetzt
hat die Verwaltung der Politik eine neue öffentliche Sitzungsvorlage
zugestellt und fordert die Bereitstellung von weiteren Haushaltsmitteln.
Laut der Vorlage 2009/60/020 vom 09.04.2009 sollen folgende „überplanmäßige Ausgaben“ genehmigt werden, da die
entsprechenden Mehrleistungen der Fa. Martens und Anderer „im Zuge der
Ausführung des Loses 1 –
Herstellung der Widerlager für den Brückenneubau“ zu Mehrkosten führen
werden: 1.)
46.275,77
Euro wegen Baustellunterbrechung 2.)
9.180,29
Euro wegen Vorhaltung der Baustelleneinrichtung 3.)
33.251,93
Euro für „das Auffinden von Versorgungsleitungen“ Zwischensumme
1.) bis 3.) Nachtragsangebote der Fa. Martens: ca. 89.000,00
Euro 4.)
15.000,00
Euro für die Umleitung bzw. Verdämmung vorhandener Entwässerungsleitungen 5.)
25.000,00
Euro für die Umlegung von Strom- u. Gas-Leitungen durch das E-Werk 6.)
22.000,00
Euro für das „Versetzen der Verteilerschränke von Kabel
Deutschland und Telekom“ Zwischensumme
4.) bis 6.) „Umlegungen“: ca. 62.000,00
Euro 7.)
30.200,00
Euro wegen „anteilige Erhöhung“ der Nebenkosten (Ingenieurhonorare,
Statikprüfungen usw.) 8.)
27.200,00
Euro als „Sicherheit für
Unvorhergesehenes“. Diese Kostenerhöhung
wird von der Verwaltung interessant begründet: „Um die Baumaßnahme
nunmehr zügig und ohne weitere Kostenerhöhungen realisieren zu können“,
sollten diese zusätzlichen Haushaltsmittel bereitgestellt werden. „Die
zur Fortsetzung der Baumaßnahme zusätzlich notwendigen Haushaltsmittel
betragen somit insgesamt 208.400,00
Euro.“! Der
städtische Finanz-Ausschuss beschloss am 28.04.2009 einstimmig, die
Position „Sicherheit für Unvorhergesehenes“ in Höhe von 27.200 Euro
mit einem Sperrvermerk zu versehen und befürwortete
dann mit 7 JA-Stimmen (CDU, FDP, Grüne) bei 1 Nein-Stimme (Hajo Brügge
Forum21) und 3 Enthaltungen (SPD) die Erhöhung der im Haushalt
bereitzustellenden Mittel von 1.176.000
Euro auf 1.385.100 Euro (= +18%). Die
Stadtverordneten von CDU, FDP und Grüne bestätigten am 29.04.2009 diesen
Beschluss bei Enthaltung der SPD und Nein-Stimmen von Forum21. Bei
diesen bisher jährlich wiederkehrenden Erhöhungen der bereitgestellten
Haushaltsmittel (bereits 2008 waren mehrheitlich 126.600 Euro überplanmäßig
bereitgestellt worden) -
soll das extrem
schuldenbelastete Land Schleswig-Holstein anteilig durch eine entsprechend erhöhte Fördersumme für den Brückenneubau beteiligt werden
(bislang laut Haushaltsplan 2009 durch Erlass vom 21.02.2008 zugesagte Förderung
in Höhe von 686.000 Euro), was zur Zeit noch in der Prüfung ist. -
wird es allmählich
ratsam, die Größeneinheit zu wechseln: die bereit gestellten
Haushaltsmittel statt mit 1.385.100
Euro also mit 1,385 Mio. Euro oder entsprechend der derzeitigen
Finanzkrise-Usancen sogar mit nur 0,001
Mrd. Euro zu beziffern. Übrigens:
1.)
Die Kosten für Planung und Bau sind damit seit Anfang 2008 um 35 %
gestiegen. 2.)
Auf Vorschlag der Verwaltung beschloss die Mehrheit, die „Deckung dieser
überplanmäßigen Ausgabe kann durch eine Einsparung in entsprechender Höhe
bei der Haushaltsstelle Mehrzweckplatz Querweg erfolgen“.
Dieses
Ansinnen wird sicherlich von den Bürgern, Einzelhändlern und Vereinen, die
durch ihre Ideen und Vorschläge einen kostengünstigeren Entwurf zur
Platz-Neugestaltung mit geprägt haben und somit zur deutlichen Minimierung
des Haushaltsansatzes von 330.000 Euro beigetragen haben, mit großer Ernüchterung
zur Kenntnis genommen!
Siehe auch: Weitere Forum21-Veröffentlichungen zu diesem Ersatz-Neubau einer Brücke vom 26.08.2008 und vom 19.11.2008 . |
| Heinrich Dierking Hajo Brügge Heidrun Tacke Loni Timm |
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