Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V.

Wählergruppe für Reinbek und Stormarn

Vorsitzender: Heinrich Dierking, Op den Stüben 42, 21465 Reinbek

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Reinbek, den 30.04.2009
Kreisgremien befürworten Reinbeker Antrag "Lärmschutzwand K80 / Märchensiedlung" für Konjunkturpaket II 

Jetzt wird es spannend für die lärmgeplagten Bewohner der sog. „Märchensiedlung“ (Schneewittchenweg, Rübezahlweg, Dornröschenweg) in Reinbek, die von dem zunehmenden Verkehr auf der Kreisstraße K80 erheblich betroffen sind!
Nachdem im Rahmen der Reinbeker Lärmaktionsplanung gemäß der EU-Umgebungsrichtlinie durch Gutachter die Berechtigung der Anwohner-Beschwerden bestätigt wurde, hatten die städtischen Gremien den Bürgermeister mit Gesprächen mit dem Kreis Stormarn (wg. "Kreis"straße K80) beauftragt.

Die IG „Dornröschenweg“ drängt seit längerem auf einen wirksamen Schutz der Anwohner vor dem Verkehrslärm.
Die Stadt Reinbek hatte mit Schreiben vom 31.03.2009 beim Kreis Stormarn die Aufnahme der zu erstellenden Lärmschutz-Wand (150 m Länge; 4,0 m hoch; Kosten 180.000 Euro) in das Konjunkturpaket II beantragt.
Es wird erwartet, dass durch diese Lärmschutzwand nach dem Prognosefall 2012 Lärmpegelminderungen / Verbesserungen für 218 lärmbetroffene Menschen (ab 55 db(A)LNight) bzw. 100 Lärm-Betroffene (ab 65 db(A) LDEN) eintreten werden.

Nach Vorberatung des Kreis-Verkehrs-Ausschusses am 27.04.2009 (9 Ja 2 Nein) hat der Haupt-Ausschuss des Kreises in seiner Sitzung am 29.04.2009 endgültig und einstimmig mit 11 JA entschieden:

"Der Kreis stellt 22.500 Euro als Anteilsfinanzierung des Eigenanteils zur Verfügung, wenn die Stadt Reinbek die 2. Hälfte des Eigenanteils (also ebenfalls 22.500 Euro) übernimmt."

Somit befürwortet der Kreis Stormarn die Aufnahme dieses Antrages in Höhe von 180.000 Euro in das "Konjunkturpaket II - Förderbereich B - Infrastruktur - Lärmschutz".

Für diesen Förderbereich „Lärmschutz“ stellt das Land Schleswig-Holstein 3,162 Mio. Euro aus dem Bundes-Konjunkturpaket zur Verfügung.

Wehrmutstropfen: Ein ähnlicher Antrag der Stadt Glinde für Lärmschutz an der K80 in Fortführung der K80 auf Glinder Stadtgebiet (375 m Lärmschutzwand; Kosten 720.000 Euro) fand keine Befürwortung. Hier sind neben der Gesamt-Kosten-Höhe der Baumaßnahme auch der relativ geringe "Ertrag" dieser Lärmschutzwand-Maßnahme als hinderlich für eine Befürwortung aufgeführt worden, da nach dem "Prognosefall 2012" lediglich 3 Menschen von der Lärmminderung profitieren würden.

 

Wie geht es weiter:

Der Kreis Stormarn wird nun diesen Reinbeker Lärmschutz-Antrag an die Landesregierung weiterleiten. Die Landesregierung wird endgültig entscheiden, ob die Erstellung der Lärmschutzwand zum Schutze der Bewohner der Märchensiedlung durch das Konjunkturpaket II gefördert werden kann und soll. Sollte die Landesregierung den Antrag bewilligen, dann müssen Stadt und Kreis die jeweilige Anteilsfinanzierung in ihren Nachtragshaushalten bereitstellen.

Es gibt also noch einige Hürden zu meistern bis zum Bau der Lärmschutzwand.

 

Heinrich Dierking   (Forum21-Kreistagsabgeordneter)