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Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e. V. |
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Wählergruppe für Reinbek und Stormarn |
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Vorsitzender:
Heinrich Dierking, |
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Tel. 040-7201056 d 040-7105138 p Fax 040-7203480 eMail waehlergruppe@forum21-reinbek.de |
| Reinbek, den 27.04.2009 |
| Forum21 tritt dem neu gegründeten Landesverband "Freie Wähler S-H" nicht bei: Die am 25.04.2009 beschlossene Satzung bindet Landesverband und Mitglieds-Wählergemeinschaften an eine Partei! |
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Bekanntlich haben die Forum21-Mitglieder H. Dierking und H. Brügge im Oktober 2008 in Flensburg zusammen mit weiteren 70 Mitgliedern von Wählergruppen aus Schleswig-Holstein einen vorläufigen Landesverband gegründet, der vorrangig der Beratung und dem Informationsaustausch von Wählergemeinschaften und deren Interessenvertretung gegenüber staatlichen Stellen im Lande dienen sollte. siehe unsere Veröffentlichung vom 15.10.2008 H. Dierking hat seitdem als Beisitzer im erweiterten Vorstand dieses Landesverbandes mitgewirkt. Die Forum21-Mitgliederversammlung hatte einen Beitritt unter Auflagen beschlossen.siehe unsere Veröffentlichung vom 10.02.2009 Die erste ordentliche
Mitgliederversammlung dieses Landesverbandes hat nach dem Eintritt von
lediglich 25 Wählergemeinschaften am 25.04.2009 in Kiel-Molfsee
stattgefunden. Aufgabe dieser
Mitgliederversammlung war die verbindliche Festlegung der
Satzung durch die Mitglieds-Wählergemeinschaften und die Wahl eines ersten
ordentlichen Vorstandes. Von den bis dato vom geschäftsführenden
Landesvorstand angenommenen 25 Wählergemeinschaften waren nicht alle
anwesend, von den 45 Delegierten nahmen lediglich 35 Delegierte an der
Mitgliederversammlung teil. Wenige Tage vor der
Versammlung war uns bekannt geworden, dass der geschäftsführende Vorstand
um Helmut Andresen bereits die postalische Annahme von mehreren
Mitgliedsanträgen beitrittswilliger Wählergemeinschaften
verweigert hatte, ohne hierzu durch die vorläufige Satzung legitimiert zu
sein. Telefonisch erhielten wir folgende Begründung: „Die passen nicht zu
uns, die wollen wir nicht bei uns“. In der
Mitgliederversammlung am 25.04.2009 wurde schnell deutlich, dass wortführende
Delegierte zugleich auch Mitglieder der in Gründung befindlichen Partei
„Freie Wähler S-H“ (Vorsitzender: Malte Tech) sind. Deutlich wurde das
Interesse formuliert, die Satzung des Landesverbandes so aus zu richten,
dass eine „enge Verklammerung“ mit der sog. Malte-Tech-Partei erfolgt. So ist nach der am
25.04.2009 beschlossenen Satzung die Partei „Freie Wähler S-H“
geborenes „assoziiertes Mitglied“ im Landesverband (§ 3 der
beschlossenen Satzung). Der Vorsitzende dieser
Partei ist laut § 7 der beschlossenen Satzung des Landesverbandes (!)
geborenes Mitglied im Vorstand des Landesverbandes!! Diese „enge
Verklammerung“ der (laut Versammlungsleiter) „zwei Säulen“ –
Landesverband, Partei - der freien Wählergemeinschaften in S-H
ging einigen Delegierten & Partei-Mitgliedern nicht weit genug:
Sie versuchten eine noch weitergehende Satzungs-Regelung durchzusetzen,
indem als Aufnahmekriterium für beitrittswillige Wählergemeinschaften
deren Unterstützung der Tech-Partei festgeschrieben werden sollte. Von diesem ungeheuerlichen
Vorhaben ließen sie lediglich wegen satzungsrechtlicher Bedenken ab. Dass damit Hand an die
politische Kultur und die Selbstbestimmung und Selbst-Wahrnehmung der Wählergruppen
in S-H als „freie und unabhängige, in ihrer politischen Tätigkeit durch
Parteien und überörtliche Gremien unbeeinflusste“ Wählergruppen gelegt
werden würde, ist diesen Delegierten und Parteimitgliedern nicht in den
Sinn gekommen. Mehrfach betonten
Delegierte/Parteimitglieder, dass die Satzung dann relativ „offen“
gehalten werde, wichtig sei ohnehin die „pragmatische Konstruktion der
Zusammenarbeit“ von Landesverband und Partei! Vermutlich ist mit dieser
„pragmatischen Konstruktion unterhalb der Satzungsebene“ gemeint, dass
bereits mehrere Vorsitzende von Wählergemeinschaften und Delegierte
Partei-Mitglieder sind. In der abschließenden
Abstimmung ist diese neue Satzung von den Delegierten bei Gegenstimmen der
Delegierten von Forum21 und der UWG Plön dann beschlossen worden. Wir Forum21-Delegierten
hatten uns in der Satzungs-Beratung am 25.04.2009 schon zunehmend nicht mehr
wohlgeführt, haben dann unseren Rückzug aus diesem nach unserer Auffassung
nicht mehr souveränen Landesverband erklärt
und die Versammlung verlassen. Unsere Erklärung und das
Verlassen der Versammlung wurden durch zahlreiche
Delegierten/Parteimitglieder mit kräftigem Beifall quittiert – wir hatten
wirklich im falschen Zug gesessen. Nicht mehr mitbekommen
haben wir, ob die vom bisherigen geschäftsführenden Vorstand als
Tischvorlage verteilte „Geschäftsordnung“ des Landesverbandes in dieser
Fassung so beschlossen worden ist. Diese sieht - datenschutzrechtlich sehr
bedenklich und eigentlich ungeheuerlich – vor: „Vor
der Aufnahme einer Wählergemeinschaft hat diese dem geschäftsführenden
Vorstand die Satzung, Wahlprogramme und eine aktuelle Mitgliederliste
vorzulegen.“ und würde sicherlich vom
Landes-Vorstand als Arbeitsauftrag für die miefig-piefige
„Ermittlungsarbeit“ und Gesinnungsprüfung aufgefasst werden. Unser Fazit: Die Satzung des neugegründeten
Landesverbandes formuliert zwar als „Zweck“ des Landesverbandes: „Der
Landesverband ist darauf ausgerichtet, bei der politischen Willensbildung in
S-H mitzuwirken. Die Mitwirkung
liegt insbesondere im Bereich des Informationsaustausches und der Beratung
ihrer Mitglieder sowie deren Interessenvertretung in der Öffentlichkeit und
gegenüber den staatlichen Stellen im Landes.“ und ist somit diesem
Wortlaut nach völlig partei-neutral und unabhängig in der Mitwirkung. Wir schätzen es jedoch so
ein, dass dieser Landesverband durch die gewollte, satzungsgemäß
verbindlich geregelte „enge
Verklammerung“ und die „pragmatisch organisierte Zusammenarbeit
unterhalb der Satzungsebene“ mit der Partei „Freie Wähler S-H“ des
Vorsitzenden Malte Tech in seiner Souveränität entscheidend eingeschränkt
ist und vorrangig der von einigen Delegierten und Parteimitgliedern am
25.04.2009 deutlich und klar formulierten Funktionslogik „Unterstützung
der Tech-Partei bei der Landtags-Wahl“ dienen wird. Dies zerstört jedoch die Kernkompetenz der freien und unabhängigen Wählergruppen und ihren
einzigartigen Nimbus als durch Parteien oder überörtliche Gliederungen
unbeeinflussbare politische Gruppen und damit DAS
große Plus der schleswig-holsteinischen Wählergruppen in der Konkurrenz zu
den überörtlich aufgestellten Landtags-Parteien. Hoffentlich gelangen die
beigetretenen Wählergemeinschaften, deren Vorsitzende und Delegierte nicht
auch schon Mitglieder der Tech-Partei sind, bald zu dieser Einsicht, noch
ehe ihre vormals stolzen eigenständigen Wählergemeinschaften für örtliche
Arbeiten der Partei „Freie Wähler S-H“ in die Pflicht genommen werden
und sie ihren Nimbus diskreditieren! Einige Nachbemerkungen: ·
Die regionalen
Zeitungsredaktionen sind offenkundig nicht eingeladen gewesen. Die vom
bisherigen geschäftsführenden Vorstand um H. Andresen vorbereitete
Mitgliederversammlung hatte dadurch eher den Charakter einer „closed-shop“-Veranstaltung.
Lediglich ein dpa-Vertreter wohnte der Veranstaltung bei, der wohl vom
anwesenden stellvertretenden Vorsitzenden des Bundesverbandes Freie Wähler
e.V. und Vorsitzenden der bayrischen Landtagsfraktion der Freien Wähler,
Hubert Aiwanger auf diesen Termin hingewiesen worden war. ·
Zugegeben: Die Wählergruppen,
dis sich bislang geweigert hatten, diesem Landesverband beizutreten, haben
in ihrer Einschätzung und Skepsis richtig gelegen. Eine solch weitgehende
und abträgliche Beeinflussung von Delegierten freier und unabhängiger Wählergemeinschaften
durch Parteimitglieder haben wir nicht vermutet. ·
Die Partei „Freie
Wähler S-H“ und ihr Vorsitzender Malte Tech haben es unseres Wissens in
fast 8 Monaten bislang nicht geschafft, die Zulassung als Partei durch den
Bundeswahlleiter zu erlangen. Ihr Ansinnen, im Mai 2009 ein Drittel, im
August 2009 ein weiteres Drittel und im Januar 2010 das letzte Drittel der
Kandidaten und dann auch die Wahlliste zur Landtagswahl 2010 aufzustellen,
erscheint uns sehr wagemutig. Ein Partei-Programm existiert bislang nur in
Bruchstücken. An welche Partei haben die Delegierten der
Mitgliederversammlung am 25.04.2009 eigentlich ihre dem Landesverband
beigetretenen Wählergemeinschaften satzungsgemäß gebunden? ·
Der auf Platz 17
der Europa-Wahlliste der Freien Wähler-Europa-Gruppe
positionierte Gregor Voth ist von seiner Kandidatur zurückgetreten.
Der junge Lübecker war von Landesverband und der Malte-Tech-Partei gedrängt
worden, seine Kandidatur zurückzuziehen und hatte leider diesem – u. E.
rechtswidrigen Bedrängen bei öffentlichen Kandidaturen – stattgegeben.
Ein seltsames Politik- und Rechts-Verständnis des Landesvorstandes
und der Partei. ·
Die
Europa-Abgeordnete Angelika Beer, die vor kurzem aus der Grünen-Partei
ausgetreten ist, wohnte der Versammlung zeitweilig bei. Wie man hört, soll
sie als zukünftiges Zugpferd der schleswig-holsteinischen Freien Wähler
„aufgebaut“ werden. Es wird spannend: Kann die ehemalige Grünen-Spitzenfrau
mit ihrem interessanten politischen Lebenslauf die „Gesinnungsprüfung“
durch den „ermittelnden“ Landesvorstand bestehen?
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| Heinrich Dierking Hajo Brügge Leif Fleckenstein |
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