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Forum21 |
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kommunalpolitische Initiative für Reinbek |
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Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Reinbek |
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Vorsitzender:
Heinrich Dierking, Stadtverordneter, |
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Op den Stüben 42, 21465 Reinbek |
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Tel. 040-7201056 d 040-7105138 p Fax 040-7203480 |
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E-Mail fraktion@forum21-reinbek.de |
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Reinbek, 19.12.2001 Sparkasse
Stormarn: auch die Filiale Reinbek-Neuschönningstedt
soll „Automaten-Station“ werden Sparkasse
Stormarn setzt auf „Multikanalangebot“ statt auf Vor-Ort-Betreuung! Die
Sparkasse Stormarn überrascht zur Zeit viele Neuschönningstedter Kunden
mit Briefen und der Ankündigung, die Filiale an der Möllner Landstraße
„mit der benachbarten Filiale Glinde, Markt 6, zusammenzulegen“. Am
Standort Neuschönningstedt verbleibt dann lediglich eine
„SB-Einrichtung“, ähnlich am Täby-Platz. Damit
deutet sich ein enormer Verlust an: Für die Bürger in Alt-Reinbek
einschließlich des Reinbeker Westens wird die Filiale in der
Bahnhofstraße verbleiben, für die Kunden der Filiale Neuschönningstedt
wird in Zukunft Glinde zuständig sein. Forum21
sieht hierin eine deutliche Neuorientierung in der Geschäftspolitik der
kommunalen Bank Stormarns, die eine öffentliche Diskussion erfordert, da
sie auch erhebliche strukturpolitische Bedeutung hat (dagegen nimmt sich die
Wirkung des Kreisentwicklungsplanes geradezu bescheiden aus!). Der
Kreis Stormarn ist Gewährsträger der Sparkasse Stormarn, die eine „mündelsichere,
dem gemeinen Nutzen dienende rechtsfähige Anstalt des öffentliches
Rechts“ ist. Die Satzung der Sparkasse formuliert als Aufgabe
unzweideutig: „Die Kreditversorgung dient vornehmlich der
Kreditausstattung des Mittelstandes sowie der wirtschaftlich schwächeren
Bevölkerungskreise“ (§ 2 Abs. 1 der Satzung vom 18.12.1998, beschlossen
vom Kreistag Stormarn!). Selbstverständlich
ist die Sparkasse Stormarn keine soziale Einrichtung, selbstverständlich
hat sie „ihre Geschäfte nach wirtschaftlichen Grundsätzen“ zu
betreiben. Wenn
aber die geplante Filialzusammenlegung zu offenkundigen Verschlechterungen für
ganze Stadtteile führt und das Angebot sich vorrangig auf mobile, jüngere
oder technik-erfahrene Bürger ausrichtet, dann werden die Bedürfnisse
vieler angestammter Kunden, die mit ihren Geschäften, Giro-, Spar- und
Renten-Konten und Vermögen den Aufschwung der Sparkasse Stormarn erst ermöglichten,
in den Hintergrund gedrängt. Berief sich die Sparkasse nicht gern auf ihren
„Kleine-Leute-Status“? Mit
der Schließung von Filialen dürfte auch die wirtschaftliche Bedeutung örtlicher
Marktplätze schwinden. Für Reinbek dürfte dies bedeuten, dass in Zukunft
noch mehr Kaufkraft nach Glinde abfließen wird. Nach
§ 32 der Satzung „bestimmt der Verwaltungsrat die Richtlinien der Geschäftspolitik
und überwacht die Geschäftsführung“. Der Verwaltungsrat ist
mehrheitlich mit Kreistagsabgeordneten besetzt, die viele Tausend Deutsche
Mark als Aufwandsentschädigung erhalten. Vorsitzender des Verwaltungsrates
ist der Landrat (politisches Wahlamt: Klaus Plöger). Landrat
und Kreispolitiker stehen in der Pflicht, ihre der Sparkasse Stormarn
vorgegebene „Richtlinien der Geschäftspolitik“ zu erläutern und ihre
strukturpolitischen Veränderungen zu rechtfertigen. Erinnert sei auch an den Slogan „Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Denkens und Handelns“, mit dem die Sparkasse „ganz in Ihrer Nähe“ bisher 20 Filialen in Stormarn unterhält. Ob die Mehrzahl der Kunden über „Multikanalangebote“ verfügt, darf bezweifelt werden. |
| Heinrich Dierking |
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