Forum21

kommunalpolitische Initiative für Reinbek

Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Reinbek

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Reinbek 18.10.2001
Entscheidung über Gemeinsame Förderschule erneut - vertagt!

Vor über einem Jahr informierte der zuständige Schulrat den Schul- & Kultur-Ausschuss über die Situation der beiden Förderschulen Wilhelm-Busch-Schule in Glinde und Amelie-Sieveking-Schule in Reinbek. Beide Schulen sind zwar keine Zwergschulen. Es ist aber festzustellen, dass zur Zeit lediglich 108 Schüler in zwei eigenständigen Schulen mit permanent jahrgangsübergreifenden (!!) Klassen beschult werden.

Verwaltung und Politik wurden frühzeitig 2000 von den spätestens im Herbst 2001 anstehenden Personal-Entscheidungen zur Wiederbesetzung der jeweiligen Schulleiter-Posten in Kenntnis gesetzt. Allgemein bekannt war somit, dass strukturelle und organisatorische Änderungen bis zum Herbst 2001 erfolgen sollten.

Nach über 12 Monaten Beratungen und einer erneuten umfangreichen Beschluss-Vorlage der Verwaltung, die am 16.10.01 beraten wurde, hat die SPD-CDU-Mehrheit die Entscheidung über eine gemeinsame Förderschule erneut vertagt. Jetzt sollen bzw. wollen die Fraktionen erneut beraten.

Diese deprimierende Entwicklung lässt nur einen Schluss zu:  Es gibt in Reinbek (noch?) keinen politischen Mehrheits-Willen, mit Glinde eine gemeinsame Förderschule zu gründen und zu unterhalten.

Die ständige Vertagung der Entscheidung führt leider auch dazu, dass die Schulleiter-Positionen sich verfestigen und damit das Fenster für eine „interkommunale Zusammenarbeit“ auf viele Jahre mit vereinten Kräften verschlossen wird.

Übrigens: Kürzlich hatte die Reinbeker Kommunalpolitik den „Schulentwicklungsplan“ aktualisiert.

Forum21 steht weiterhin zu den dortigen Aussagen und tritt  weiterhin für eine Zusammenlegung beider Förderschulen ein, um langfristig ein optimales sonderpädagogisches Angebot in der Region zu sichern und zu verbessern.

 

Anlage 1 : Forum21-Statement vom 18.07.2001:

Reinbek, 18.07.2001

Zum „Prüfungs-Beschluss“ von SPD & CDU im  Schul- und Kultur-Ausschuss am 17.07.2001

Gemeinsame Förderschule Reinbek/Glinde auf dem Abstellgleis?

Vor einem Jahr informierte der zuständige Schulrat den Schul- & Kultur-Ausschuss über die Situation der beiden Förderschulen Wilhelm-Busch-Schule in Glinde und Amelie-Sieveking-Schule in Reinbek. Beide Schulen sind zwar keine Zwergschulen. Es ist aber festzustellen, dass zur Zeit lediglich 108 Schüler in zwei eigenständigen Schulen mit permanent jahrgangsübergreifenden (!) Klassen beschult werden.

Verwaltung und Politik wurden frühzeitig 2000 von den spätestens im Herbst 2001 anstehenden Personal-Entscheidungen zur Wiederbesetzung der jeweiligen Schulleiter-Posten in Kenntnis gesetzt. Allgemein bekannt war somit, dass strukturelle und organisatorische Änderungen bis zum Herbst 2001 erfolgen sollten.

Seitdem hat es u.a. zwei Treffen von Ausschuss-Vertretern mit dem zuständigen Glinder Ausschuss gegeben. Der Glinder Schul-Ausschuss plädiert für eine Zusammenlegung der beiden Förderschulen in Reinbek.

Wenn auch möglicherweise Raumprobleme in Glinde der Auslöser für dieses „Angebot“ sein können, so gibt es auch gute Gründe, beide Schulen zusammenzulegen.

Nach unserer Kenntnis eröffnet die Zusammenlegung pädagogische Verbesserungen für die Förderschüler, da dann das Raumangebot größer sein wird und das schulische Bildungsangebot noch besser auf die individuellen Bedürfnisse der Förderschüler angepasst werden kann.

Außerdem wird für die Zukunft zumindest für Reinbek eine längerfristig allmählich rückläufige Schülerzahl prognostiziert, was bekanntlich Entwicklungsmöglichkeiten für Schulen einschränkt.

Der derzeitige Schulentwicklungsplan-Entwurf empfiehlt, auf eine ausreichende Größe und damit auch Funktionalität der Förderschule zu achten.

Für die gestrige Ausschuss-Sitzung stand unseres Erachtens die Entscheidung zur Zusammenlegung an, denn alle wissen: Im September 2001 ist das Fenster für eine gemeinsame Zukunft der Förderschulen fast schon wieder geschlossen.

Die SPD beantragte  jedoch nach den vielmonatigen Beratungen, die Verwaltung mit einer umfassenden Prüfung einer möglichen Zusammenlegung zu beauftragen. Die CDU stimmte dem Prüfauftrag erst zu, nachdem die SPD den Hinweis im Antrag auf „Pädagogische Gründe sprechen für ein größeres Förderzentrum“ strich.

Forum21 tritt  weiterhin für eine Zusammenlegung beider Förderschulen ein, um langfristig ein optimales sonderpädagogisches Angebot in der Region zu sichern und zu verbessern.

Anlage 2 : Forum21-Statement vom 18.07.2001:

Unser Antrag vom 17.07.01 war in der Schul- u. Kultur-Ausschuss-Sitzung am 17.07.01 chancenlos:

Forum21-Antrag  Zur Förderschulsituation

1. Zur langfristigen Sicherung und Verbesserung der sonderpädagogischen Bildungsangebote sollen die beiden Förderschulen Glinde und Reinbek zusammengelegt werden.

2. Die erforderlichen Entscheidungen zur Schulträgerschaft, zum Standort und zur Finanzierung sollen so zügig geklärt und vorbereitet werden, dass im Haushalt für das Jahr 2002 die erforderlichen Mittel dargestellt werden.

  Begründung

Der Schulentwicklungsplan prognostiziert eine stagnierende bis leicht rückläufige Entwicklung der Schülerzahlen in der Sonderpädagogik.

Damit langfristig ein optimales pädagogisches und räumliches  Angebot für Förderschüler vorgehalten und verbessert werden kann, ist eine organisatorische Verknüpfung der beiden „kleinen“ Förderschulen von Glinde und Reinbek sinnvoll und anzustreben.

Nachdem der Elternbeirat der Wilhelm-Busch-Schule und die Stadt Glinde ihre Bereitschaft  für die Zusammenlegung erklärt haben, sollte unseres Erachtens auch Reinbek sich zur Verbesserung der sonderpädagogischen Bildung bekennen.

Auf die kurzfristig zu bescheidenden personellen Fragen beider Schulen wird hingewiesen.

Anlage 3 : Forum21-Statement vom 20.11.2000:

Unser nachstehender Antrag vom 20.11.2000 wurde am 21.11.2000 von CDU und SPD verworfen mit dem Hinweis, Reinbek und Glinde würden ja bereits Gespräche führen!

Reinbek, 20.11.2000

SKA am 21.11.2000      Haushaltsberatung  EP 2  -  Schulen  2001

Forum21-Antrag

1.  Verwaltung und Politik klären in Beratungen mit den Schulleitungen und den Elternbeiräten der Amalie-Sieveking-Schule und der Wilhelm-Busch-Schule in Glinde sowie der Stadt Glinde, inwieweit Bereitschaft zur gemeinsamen Verbesserung des schulischen Angebotes für Förderschülerinnen/-schüler gegeben ist.

2. Die Verwaltung berichtet bis zum 31.03.2001 über das Ergebnis dieser Beratungen und zeigt organisatorische und rechtliche Möglichkeiten zur Verbesserung des schulischen Angebotes auf.

Begründung

Zur Begründung wird auf das Arbeitsgespräch des SKA mit Schulrat Aleidt im Schloss Reinbek sowie das vorherige Gespräch mit dem zuständigen Fachausschuss der Stadt Glinde hingewiesen.

Ziel des Antrages ist es nicht, Kosten einzusparen oder Kosten zu minimieren, sondern den zu versorgenden Schülerinnen/Schülern ein optimales pädagogisches und räumliches Bildungsangebot zu bieten.

Heinrich Dierking    Hajo Brügge   Günter Fleckenstein