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Forum21 - Frauen |
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Beirat des Forum21 politische Vereinigung in Stormarn e.V. |
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Vorsitzende: Heidrun Tacke Op den Stüben 42 21465 Reinbek |
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Tel. 040-7201056 d 040-7110216 p Fax 040-7203480 |
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E-Mail frauen@forum21-reinbek.de |
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| Reinbek 04.04.2002 | |
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Erträge
der Sertürnerstiftung für die Unterstützung, Beratung und Zuwendung an
alte, einsame und hilfsbedürftige Reinbeker Bürger verwenden ! |
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Beim monatlichen Frauen-Stammtisch haben wir schon
häufig über die Sertürner-Stiftung diskutiert. Der Notar Dr. Karl Sertürner und seine Frau Ilse
hatten vor mehreren Jahren ihr Vermögen in Höhe von 1,4 Millionen Euro der
Stadt Reinbek mit der Verpflichtung übereignet, die Erträge einsamen und
hilfsbedürftigen alten Menschen zukommen zu lassen. Um dem Testament zu entsprechen, sollte eine
Stiftung gegründet werden. Dies nahm jedoch sehr viel Zeit in Anspruch. Die zwei geerbten Häuser standen teilweise leer, notwendige Renovierungsarbeiten wurden nicht durchgeführt. Wir hatten wieder und wieder nachgefragt, wann die
Stiftung nun endlich gegründet werden kann. Nun ist es soweit, die Gründung steht kurz bevor,
nachdem die Stiftungsaufsicht / Landesregierung die vom Hauptausschuss
beschlossene Stiftungssatzung genehmigt hat. Die Teilnehmerinnen unseres Frauen-Stammtisches am
03. April 2002 konnten sich leider nicht darüber uneingeschränkt freuen: In der Osterausgabe der Bergedorfer Zeitung war zu
lesen, dass Bürgermeister Detlef Palm darüber nachdenkt, das Sertürner-Haus
am Schmiedesberg zu verkaufen, um von dem Ertrag ein neues Gebäude als
Seniorenzentrum am Völckers Park zu bauen. Diesem Ansinnen widersprechen wir ganz energisch,
denn mit einem neuen Seniorenzentrum ist zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern
nicht geholfen. Die einsamen, hilfsbedürftigen, armen alten
Menschen sind in der Regel zu Hause anzutreffen. Viele sind nicht mehr
„mobil“ und nehmen leider kaum am gesellschaftlichen Leben teil.
Betroffen von Einsamkeit und Armut im Alter sind sehr häufig Frauen, da sie
in der Regel finanziell schlecht gestellt sind. Es ist bekannt, dass viele
alleinlebende Frauen ihre Wohnung kaum noch verlassen. Hier sollte eine Lücke geschlossen werden, die früher
die Gemeindeschwester (die es nicht mehr gibt) oder die Kurzzeitpflege (die
es auch nicht mehr gibt) zumindest teilweise ausgefüllt haben. Wir meinen, dass die Erträge der Sertürner-Stiftung
vorwiegend eingesetzt werden sollten für unmittelbare Unterstützung,
Beratung und Zuwendung an einsame, hilfsbedürftige arme alte Menschen. Wir
können uns auch vorstellen, mit dem Ertrag ehrenamtliche und Teilzeit-Kräfte
zu finanzieren, die sich vor Ort und mit Hausbesuchen um hilfsbedürftige
alte Menschen kümmern. Auf keinen Fall sollte mit der Stiftung ein Neubau
finanziert werden. In Anbetracht der z.T. wenig genutzten öffentlichen Gebäude
scheint uns ein Neubau eines Seniorenzentrums auch wirklich nicht das
Wichtigste für Reinbeks Senioren zu sein. Das Ehepaar Sertürner dürfte
auch kaum an den Neubau eines Seniorenzentrums gedacht haben. Es bleibt auch fraglich, ob mit den Erträgen der
Stiftung Haushaltslöcher der Stadt gestopft werden können oder Aufgaben
finanziert werden sollten, zu denen die Stadt ohnehin verpflichtet ist bzw.
die sie derzeit schon wahrnimmt. Wir hoffen, dass das Kuratorium der Stiftung den
Neubau-Vorschlag des Bürgermeisters nicht weiter verfolgt und dem
Stiftungszweck entsprechend § 2 der Satzung gerecht wird: |
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„(2)
Zweck der Stiftung ist die Altenhilfe zugunsten alter, einsamer und
hilfebedürftiger Menschen (...). (3)
Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch -
die Unterstützung älterer Personen (...), die wegen der durch das Alter
herabgesetzten körperlichen oder geistigen Fähigkeiten notwendig ist.
(...) - eigene Projekte und soziale Aktivitäten (...), um eine Vereinsamung und Hilfebedürftigkeit älterer Menschen zu verhindern bzw. zu beheben.“ (§ 2 der Stiftungsatzung). |
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| Heidrun Tacke | |
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