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Forum21 |
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Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Reinbek |
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Schwerpunkte unserer kommunalpolitischen Arbeit
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1. Unser Arbeitsprogramm für die 15. Wahlperiode 2008 - 2013 "Umsteuern und Gegensteuern - Unsere Kommune und die lokale Demokratie erneuern !" - beschlossen von der Forum21-Mitgliederversammlung am 25.02.2008 - Präambel Forum21 formuliert ein Arbeitsprogramm für die
Wahlperiode 2008 – 2013 in der Stadtvertretung Reinbek. Dieses
Arbeitsprogramm stellt kein Wahlprogramm im bekannten herkömmlichen
Sinne dar, das Wahlversprechungen
für die Kommunalwahl am 25. Mai 2008 enthält. Das Arbeitsprogramm für die kommenden 5 Jahre wird von den
gewählten Forum21-Mandatsinhabern ernsthaft verfolgt und in der
kommunalpolitischen Tätigkeit umgesetzt. Wir wollen uns an diesem
Arbeitsprogramm und deren Umsetzung messen lassen. Mittels des
Arbeitsprogrammes ist auch unser zukünftiges Handeln transparent und
nachvollziehbar. Mit dem Arbeitsprogramm beziehen wir uns auch auf unser
Arbeitsprogramm 2003 – 2008 und unsere Erfahrungen mit der
kommunalpolitischen Praxis in der laufenden Wahlperiode. Forum21 begreift sich auch
weiterhin als Wählergruppe, die sich dem Allgemeininteresse der
Stadt Reinbek und ihrer Stadtteile und dem Gesamtwohl unseres
Gemeinwesens verpflichtet sieht. Insofern kümmern wir uns
verantwortlich um alle Sachgebiete, Sachbereiche,
Stadtteile, Bevölkerungsgruppen und Aspekte der kommunalen
Selbstverwaltung. Gliederung
Die Stadt Reinbek soll Klimaschutz als kommunale
Zukunftsaufgabe begreifen und soll im Rahmen eines aufzustellenden
mehrjährigen Klimaschutz-Programms vorrangig Investitionen durchführen,
die vor Ort eine deutliche Verminderung der Treibhausgas/CO2-Emissionen
bewirken. Zum lokalen Klimaschutz zählen insbesondere ·
die energetische Sanierung und Erneuerung städtischer Gebäude
einschließlich ihrer Anlagentechnik, ·
ein effizientes Energiemanagement in allen Gebäuden, ·
die Beschaffung von umweltfreundlichen Fahrzeugen, Maschinen,
Anlagen und Verbrauchsgegenständen, ·
der Ausbau des Busliniennetzes in Reinbek einschließlich des
Betriebs durch umweltfreundliche Busse ·
eine energiesparende Siedlungsentwicklung ·
eine Neuausrichtung der Bauleitplanung ·
und die Nutzung regenerativer Energien ·
sowie die Förderung privater Klimaschutz-Investitionen. Erläuterung: Der Weltklimarat
hat mit dem diesjährigen Weltklimabericht auf den deutlichen Beitrag der
Treibhausgas (CO2) - Emissionen zur globalen Erderwärmung und zu deren
nachteiligen Folgen für Umwelt und Gesellschaft hingewiesen. Klimaschutz,
effiziente Energienutzung und Einsparung beim Primärenergieverbrauch
erlangen damit eine hohe kommunalpolitische Bedeutung, da die Stadt
Reinbek als Gebäude- und Anlageneigentümerin, als Vorbild für Private
und Unternehmen und als Gestalterin der Planungshoheit zur Erreichung der
gesamtstaatlichen Ziele beizutragen hat. In den letzten
Jahren ist diesem Belang kaum oder nur sehr ungenügend Rechnung getragen
worden. Die Stadtverwaltung konnte eine Anfrage der Forum21-Fraktion vom
02.04.2007 zu Klimaschutzrelevanten Daten (z.B. Wärmeenergieverbrauch der
Gebäude, ungedämmte Fensterrahmen, Fensterflächen ohne Wärmeschutz-Verglasung,
Dachflächen ohne Wärmedämmung, Dachgeschossdecken ohne Wärmedämmung,
vorhandenes Licht-Management in Hallen) nicht, unbefriedigend oder nur in
Teilen beantworten: Verbrauchszahlen fehlen oder lassen sich Gebäuden
nicht zuordnen; Daten zur Wärmedämmung von Außenwänden, Fenstern und
Dachgeschossen sind nicht verfügbar; usw. usf.
Ein Beschluss des Haupt-Ausschusses vom 18.06.2007, eine
energetische Bestandsaufnahme der städtischen Liegenschaften ist z. Zt.
noch nicht umgesetzt worden. Auf der Grundlage
dieser spätestens in 2008 vorzulegenden energetischen Bestandsaufnahme
sind dann ein Klima-Schutzprogramm zu erarbeiten und zu verfolgen
sowie die städtische Vergabeordnung im Rahmen der gesetzlichen
Bestimmungen mit dem Ziel zu überarbeiten, die Klimaschutzeffizienz
bei Angeboten vorrangig zu bewerten. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm 2003 – 2008 ist der kommunale
Klimaschutz noch nicht als zentraler Aufgabenschwerpunkt und auch nicht
als kommunale Maßnahme aufgeführt. Der 3. Weltklimabericht von 2001 hatte uns bei der Abfassung
des Arbeitsprogrammes 2003 –2008 noch nicht eindringlich die
Notwendigkeit des Klimaschutzes als kommunale Aufgabe vor Augen geführt! Mit einem Antrag in der Stadtvertretung im Februar 2007 hat
Forum21 die Beratungen für ein Klimakonzept in Reinbek angestoßen!
Das 2006 beschlossene Stadtleitbild Reinbek und die
darin enthaltenen Zielaussagen für Reinbek, unsere Stadtteile und
Siedlungen, für Gewerbe und
Einzelhandel, die städtische Infrastruktur und die Reinbeker Landschaft
sind weiter zu konkretisieren. Insbesondere sollen auch für die Reinbeker Stadtteile Neuschönningstedt,
Schönningstedt, Ohe, Krabbenkamp, Büchsenschinken sowie für Wohngebiete
/ Stadtbezirke (Hinschendorf, Prahlsdorf usw.) Ziele für die zukünftige
Entwicklung erarbeitet und konkretisiert werden. Die räumlichen Zielaussagen sind in dem ab 2008
aufzustellenden Stadtentwicklungskonzept „Reinbek 2015“
verbindlich für Flächennutzungs- und Bauflächenplanung zu erarbeiten.
In diesem Stadtentwicklungskonzept ist auch das Ziel des „qualitativen
Wachstums“ festzuschreiben und zu verwirklichen. Erläuterung: Seit 2005 wird an
der Formulierung eines Leitbildes für Reinbek gearbeitet. Der bisherige
Prozess des Stadtleitbildes Reinbek kann als Erfolg und Modell für zukünftige
Zusammenarbeit in unserem Gemeinwesen verstanden werden! Es ist
interfraktionell gelungen, ·
gemeinsam die Grundzüge des
Stadtleitbildes Reinbek zu erarbeiten und einvernehmlich zu beschließen
(Beschluss durch die Reinbeker Stadtverordnetenversammlung vom 29. Juni
2006), ·
gemeinsam ein Prozedere für
die Einbeziehung der Bürgerschaft bei der Konkretisierung des
Stadtleitbildes zu formulieren (Beschluss des Hauptausschusses vom 19.
September 2006 zur Mitwirkung der Bürger), ·
gemeinsam einen
kommunalpolitischen Beschluss zur Berücksichtigung und Umsetzung von Bürgervorschlägen
zu erarbeiten und einvernehmlich zu fassen (Beschluss des Hauptausschusses
vom 07. November 2007). Das Mitwirken
zahlreicher Bürger, Initiativen, Vereine und Verbände in den bisherigen
Projektgruppen „Tourismus und Naherholung“, „Kultur in Reinbek“,
„Innenstadt-Entwicklung“, „Städtepartnerschaften“ und „Lokales
Bündnis für Familien“ sowie die dort erarbeiteten vielfältigen und
fundierten Vorschläge und Anregungen belegen eindrucksvoll den hohen
Standard des bürgerschaftlichen Engagements sowie die Vielfalt des
Alltagswissens und die Lebendigkeit unserer Stadt- und Stadtteil-Kultur. Diese kommunale
„Ressource“ gilt es zu fördern und zu entwickeln. Die Einleitung und
Durchführung des Stadtleitbild-Prozesses entspricht einem Schwerpunkt
unseres Arbeitsprogramms 2003-2008 und stellt auch einen Erfolg unserer
kommunalpolitischen Tätigkeit dar! §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir als Schwerpunkt formuliert. „Reinbek benötigt ein Leitbild für die zukünftige
Entwicklung, das auf eine angemessene wirtschaftliche Entwicklung, auf
ökologische Stabilität der Landschaft und Sicherung der sozialen
Infrastruktur ausgerichtet ist. Dieses Leitbild ist durch Kommunalpolitik,
Bürger, Handel, Handwerk & Gewerbe sowie Stadtverwaltung gemeinsam im
Sinne der Agenda21 zu erarbeiten. Ziel: Reinbek als attraktiven Wohn- und
Freizeitort, als starke Einkaufs- und Wirtschaftsstadt nachhaltig stärken
und entwickeln.“ Die Forum21-Fraktion hat im Sinne dieser Aussage die
kommunalpolitische Tätigkeit ausgerichtet und entsprechend seit 2003
gehandelt.
Die Behebung des strukturellen Haushaltsdefizits und die
Beendigung der Verschuldungsmentalität bleiben vorrangige Aufgaben! Daher ist es unverzichtbar, zukünftig ·
eine nachhaltige Haushaltswirtschaft zu betreiben ·
bei Projekten, Neubauten und Sanierungen stadtwirtschaftliche
Kalkulationen aufzustellen, die sämtliche Kosten, Folgekosten und
sonstigen Auswirkungen beschreiben und bewerten ·
bei allen Investitionen und Handlungen eine effektive und
stetige Kostenkontrolle zu betreiben. Erläuterung: Der städtische
Haushaltsplan weist seit Jahren einen Schuldenstand von deutlich über 20
(zwanzig) Millionen Euro auf: Schuldenstand
jeweils am 31.12. des Jahres in Millionen Euro (Haushaltsplan 2008)
Selbst in den
„fetten Jahren“ 2004, 2005 und 2006 mit z.B. sehr hohen
Gewerbesteuereinnahmen von deutlich über 15 Mill. Euro und mit riesigen
Einnahmen aus Grundstücksverkäufen im Neubau-Gebiet „Kornblumenring“
(B46 nördlich Schönningstedt) ist mehrheitlich kein kommunalpolitischer
Wille vorhanden gewesen, den Schuldenstand nennenswert zu verringern sowie
Maßnahmen zur Verringerung des strukturellen Defizits im
Verwaltungshaushalt durchzusetzen. Wird weiter berücksichtigt,
dass in den letzten Jahren dringend erforderliche bauliche Sanierungen und
Unterhaltungsmaßnahmen nicht durchgeführt worden sind und bei städtischen
Pflichtaufgaben wie der Straßenunterhaltung erheblich zu Lasten der Straßenqualität
eingespart worden ist, dann wird das Ausmaß des strukturellen Defizites
(ständig höhere Ausgaben als vorhandene Einnahmen!) offenkundig. In Reinbeks
Haushalt müssen bei diesem enormen Schuldenstand erhebliche Finanzmittel
allein für Zinsen bereitgestellt werden, z.B. seit 2002 jeweils jährlich
ca. 1.200.000 Euro! Was könnte mit diesem wertvollen Geld nicht alles an
wirklich wichtigen Investitionen finanziert werden?!!! Leider fehlt auch
eine wirksame Kostenkontrolle und Folgekostenermittlung bei städtischen
Investitionen. Haushaltsansätze sind offenbar unrealistisch oder werden
erheblich und ohne Problembewusstsein überschritten. Die enormen
Kostensteigerungen etwa beim Neubau des Seniorentreffs J.-Rickertsen-Haus
werden durch mehrheitliche Entscheidungen als „unabdingbar“ gutgeheißen,
eine wirksame Kostenkontrolle durch die Verwaltung ist nicht erkennbar,
das Kostenbewusstsein vieler Entscheidungsträger ist steigerungsbedürftig. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im
Arbeitsprogramm 2003 – 2008 haben wir formuliert: „Aufgabe der
Verschuldungsmentalität und Behebung des strukturellen
Haushalts-Defizits sind vorrangige Aufgaben. Nach der Kommunalwahl ist
ein ehrlicher Kassensturz erforderlich. Wir werden unverzüglich die
Erarbeitung eines Nachtragshaushaltes forcieren, da der Haushaltplan 2003
bereits jetzt Makulatur ist und eine mittelfristige Finanzplanung 2003
– 2008 beschließen.“ Die Forum21-Fraktion ist im Sinne
dieses Arbeitsschwerpunktes tätig. Allerdings wird bis heute vom Rathaus
und von einigen Fraktionen die Existenz eines strukturellen Defizits
bestritten. Überfraktionelle Arbeitsgruppen haben zwar mehrfach Vorschläge
für eine nachhaltige Haushaltswirtschaft erarbeitet, diese sind dann
jedoch nicht umgesetzt worden. Daher muss dieser Punkt weiterhin
auf die kommunalpolitische Agenda gesetzt werden.
Reinbek soll zur modernen Bürger-Kommune entwickelt
werden, in der das Verhältnis von Bürgerschaft, Kommunalpolitik und
Stadtverwaltung durch vertrauensvolle Zusammenarbeit und umfassende
Vernetzung gekennzeichnet wird. Bürger, Initiativen und Vereine sollen
eigenverantwortlich Aufgaben im Rahmen ihrer Möglichkeiten übernehmen dürfen.
Die Mitwirkung und Mitgestaltung der Bürgerschaft auf allen Ebenen
und in allen Projekten soll entsprechend der Bürgerbeteiligung beim
Stadtleitbild-Prozess gewährleistet werden. Das Engagement von Bürgern
im kulturellen Bereich, im sozialen Bereich, im ehrenamtlichen Brandschutz
und im Stadtteil-Leben soll vorzugsweise gefördert und ausgebaut werden. Erläuterung: Die Gemeindeordnung
S-H fordert und ermöglicht bereits seit Jahren gesetzlich eine vielfältige
Mitwirkung der Bürgerschaft an der Selbstverwaltung der Kommune.
Das Gesetz fordert von Verwaltung und Politik, „das Interesse der
Einwohnerinnen und Einwohner an der Selbstverwaltung zu fördern“ (§
16a Abs. 1) und gewährt der Einwohnerschaft das Recht, sich zu
informieren, Vorschläge und Anregungen vorzubringen, Einwohneranträge zu
stellen usw. Die stärkere
Teilnahme der Bürgerschaft an den Selbstverwaltungsaufgaben in Reinbek
soll nach Auffassung von Forum21 nicht beschnitten, reglementiert und
durch Mehrheitsentscheidungen der Kommunalpolitik „weg“gewogen werden.
Wir fordern im Gegenteil die aktivierende Unterstützung der Bürgerschaft
und ihre Einbindung in sämtliche Planungs- und Entscheidungsprozesse.
Damit wird die örtliche repräsentative Demokratie – kommunalpolitische
Tätigkeit der gewählten Mandatsträger – durch Formen der direkten
Demokratie zu ergänzen sein. Wir sind uns klar
über das Erfordernis, für diese anzustrebende Zusammenarbeit von Rathaus
(hauptamtliche Selbstverwaltung), Kommunalpolitik (ehrenamtliche
Selbstverwaltung) und Bürgerschaft neue Organisationsstrukturen wie z.B.
Runde Tische für die Stadtteile, Bürgerombudsforen u.ä. zu schaffen,
die die repräsentativen Entscheidungsprozesse um direktdemokratische /
kooperative Formen ergänzt. Um dieses zu
erreichen, bleibt auch in Reinbek noch einiges zu tun. Einige Erfahrung
aus der jüngeren Vergangenheit sind durchaus ernüchternd. Dieser Prozess muss
von der Kommunalpolitik angeschoben werden: Wir haben uns vorgenommen,
diesen „Wandel in der politischen Kultur“ anzustoßen, zu initiieren
und mitzugestalten. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „Reinbek soll zur modernen Bürger-Kommune
entwickelt werden, in der die Bürger, Initiativen und Vereine zahlreiche
Aufgaben übernehmen dürfen und sollen. Das Engagement von Bürgern im
kulturellen und sozialen Bereich soll vorzugsweise gefördert und
ausgebaut werden.“
Reinbek soll sich um die Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen
und –schichten kümmern und deren gleichberechtigte Teilhabe am
gesellschaftlichen und kulturellen Leben sichern. Erläuterung: Durch die
ungehemmte Globalisierung und die neoliberale Hartz-IV-Gesetzgebung
gelangen auch Reinbeker Bürger und ihre Familien in Notlagen, sind auf öffentliche
Unterstützung angewiesen und werden als Randgruppen der Gesellschaft
ausgegrenzt. Die Stadt Reinbek
hat hier die politische und gesellschaftliche Verpflichtung, die
gleichberechtigte Teilhabe aller Gruppen, Schichten und
durch Notlage Betroffenen am gesellschaftlichen und kulturellen Leben
sicherzustellen. Daher sind Anstrengungen zu unternehmen, auch
Facharbeiter-Familien, Zeit-Arbeiter-Familien, Alleinstehende,
Alleinerziehende, geringfügig Beschäftigte, durch Altersarmut betroffene
und Hartz-IV-Opfer sowie deren Familien und Kinder zu unterstützen und
durch geeignete Maßnahmen am Stadt-Leben zu beteiligen sowie ihre
Bildungschancen durch ein offenes Schulsystem zu verbessern. Die festzustellende
einseitige Förderung von Mitgliedern des Reinbeker Honoratioren-Adels –
z.B. durch finanzielle Veredelung ihrer Immobilien - und der finanzkräftigen Bevölkerungsgruppen sowie die
einseitige Ausweisung von Einfamilienhaus-Gebieten sind Fehlentwicklungen,
die den gesellschaftlichen Frieden nicht fördern und zur Vertreibung
zahlreicher Familien und/oder deren Kinder aus Reinbek beitragen werden. Forum21 wird im
Sinne der gleichberechtigten Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen und
–schichten tätig werden und die einseitige Bevorzugung
einkommensstarker und investitionswilliger Bürger nicht unterstützen. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „Es soll das ehrenamtliche Amt einer Ombudsfrau
/ eines Ombudsmannes eingerichtet werden, die/der Bürger bei ihren
Anliegen gegenüber Behörden und Verwaltung berät und unterstützt.“ Unsere Absicht in 2003, über das Amt Ombudsfrau/Ombudsmann
zur Verbesserung der in Notlage geratenen Familien beizutragen ist
angesichts der seither eingetretenen gesellschaftlichen Veränderungen und
der „Agenda2010“-Gesetze konterkariert worden. Es sind neue Hilfe-, Unterstützungs- und Förderungsmodelle
zu erarbeiten durch zu setzen.
In Reinbek soll eine neue Informations-Kultur
hergestellt werden, die auf das Ziel des freien Informationszuganges und
auf die umfassende Informierung über Verantwortlichkeiten und
Verantwortungen in Entscheidungsprozessen gerichtet ist. Zur umfassenden
Informierung und zur Herstellung transparenter Entscheidungsprozesse soll
ein öffentliches, leicht nutzbares Bürgerinformationssystem
eingerichtet werden, das allen Bürgern im Rathaus sowie in öffentlich
zugänglichen Einrichtungen in den Stadtteilen Alt-Reinbek, Ohe, Schönningstedt,
Büchsenschinken, Neuschönningstedt und Krabbenkamp kostenlos zur Verfügung
steht und leicht nutzbar ist. Erläuterung: Der ungehinderte
und nicht begründungsbedürftige Zugang zu Informationen, Dokumenten und
Akten des Rathauses ist Zweck des schleswig-hosteinischen
Informationsfreiheitsgesetzes aus dem Jahre 2000. Damit wird der
althergebrachte Verwaltungsgrundsatz, amtliche Daten und Akten geheim zu
halten, aufgegeben: Die Geheimhaltung amtlicher Informationen ist seit
2000 die begründungsbedürftige Ausnahme. Die öffentliche Verwaltung
soll transparenter werden und die Akzeptanz der Öffentlichkeit gegenüber
Entscheidungen von Politik und Verwaltung verbessert werden. Bei der
Verabschiedung dieses Gesetzes stand auch die Bekämpfung der Korruption
und die Förderung des Kostenbewusstseins im Vordergrund. In Reinbek sind
diese Ziele noch nicht allgemein anerkannt und durchgesetzt worden. Die
Neigung, Informationen als „vertraulich“ oder „geheim“ zu
kennzeichnen, Informationen zu unterschlagen, Informationen nur wenigen
Personen zu kommen zu lassen sowie irreführende oder unvollständige
Informierungen durchzuführen ist leider weit verbreitet. Der Zugang zu
Informationen wird bewusst erschwert oder verhindert. Die über die
Internetseite der Stadt Reinbek bereitgestellten Informationen setzen
einen Internet-Zugang und PC-Wissen voraus. Wir halten es für
erforderlich, an mehreren Orten Informations-Portale zu errichten, über
die Bürger aller Altersgruppen - mit und ohne Internet-Vorkenntnis - die
im Rathaus verfügbaren Informationen abrufen und sich die Grundlage für
ihre Mitwirkung und Mitgestaltung unseres Gemeinwesens verschaffen können. Die inhaltliche
Gestaltung der Gremien-Protokolle und deren Veröffentlichung ist
umfassend zu erneuern, so dass die Entscheidungen und Verantwortungen
transparent und nachvollziehbar werden. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „Reinbeks Bürgerinnen und Bürger
sollen endlich umfassend informiert und beteiligt werden. Wir werden
transparente Entscheidungsprozesse sowie die Mitwirkung und
Mitgestaltung der Bürger auf allen Ebenen und in allen Projekten
durchsetzen und die Einrichtung eines Bürger-Informationssystems
vorantreiben, das Alle nutzen können.“ Dieses Ziel muss weiterhin auf der
kommunalpolitischen Agenda stehen!
Rathausverwaltung und Stadtverordnetenversammlung sollen
reformiert und in Bezug auf das neu entstehende Kräftedreieck
„Rathaus – Kommunalpolitik – Bürgerschaft“ reorganisiert werden.
Dabei steht die wirtschaftliche Wahrnehmung der jeweiligen Aufgaben und
die umfassende Beteiligung der Bürgerschaft in der zukunftsbeständigen
Ausgestaltung der Selbstverwaltung im Vordergrund. Bei allen Planungen,
Entscheidungen und Maßnahmen sollen Nachhaltigkeit, Effizienz,
Kostenkontrolle sowie eine umfassende Vernetzung kommunaler Tätigkeiten
berücksichtigt werden. Dies schließt eine umfassende Verwaltungsreform,
die vorrangige Beschränkung des Rathauses auf die kostengünstige Erfüllung
der gesetzlichen Pflichtaufgaben, die sachkundige Wahrnehmung der
gesetzlichen Aufgaben durch die Stadtvertretung
und eine umfassende Kooperation von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft
ein. Erläuterung: Eine zukunftsbeständige
Kommunalpolitik gründet auf der Gewissheit, dass Verwaltungstätigkeit,
Kommunalpolitik und Bürgerschaft in einer neuen aktivierenden Vernetzung
zusammenarbeiten. Es ist uns
selbstverständlich, dass die Gremien“arbeit“ der Fraktionen als
Element der repräsentativen Demokratie durch Elemente der direkten
Demokratie ergänzt und angereichert werden muss. Dieses ist auch
gerade vor dem Hintergrund der „älter“ werdenden Fraktionsteams und
der Dominanz langjähriger Kommunalpolitiker erforderlich, um das in der
Gesellschaft vorhandene Wissen für unsere Kommune zu nutzen und außer-politische
Erfahrung zu integrieren. Das Rathaus muss
vom / von der direkt gewählten Bürgermeister/in zu einer effizient
arbeitenden Dienstleistungs-Verwaltung umgebaut werden, die sich vorrangig
um die Erledigung der Pflichtaufgaben kümmert. Die
Rathausmitarbeiter sollten durch flache Hierarchien und zukunftsbeständige
Dienstpläne eigenverantwortlich und „kundenorientiert“ handeln und
ihre umfassende Sachkunde zur Anwendung bringen können. Hier bleibt ein
großes Arbeitsfeld durch die/den Bürgermeister/in ab der Dienstperiode
September 2008 – September 2016 zu bewältigen. Nach Auffassung der
Forum21-Fraktion gibt es für diese Zielvorstellung bislang keine
Mehrheit, im Gegenteil! Von der derzeitigen
Rathausführung mit ihrer obrigkeitsstaatlichen Vorstellungswelt und
Honoratioren-Attitüde sind hier keine positiven Änderungen
zu erwarten. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „Reinbek braucht ein kleineres und effizienter
arbeitendes Rathaus. Dies erfordert
u.a. eine tiefgreifende Reform der kommunalen Verwaltung, die Einführung
der Folgekosten-Berücksichtigung bei allen städtischen Vorhaben und
Planungen, die vorrangige Beschränkung des Rathauses auf die kostengünstige
Erfüllung der gesetzlichen Pflichtaufgaben (z.B. Schulen und behördliche
Aufgaben) und eine kostenreduzierende Raum- und Gebäudenutzung.“
Die Zusammenarbeit mit den benachbarten Kommunen
Glinde, Wentorf, Barsbüttel, Oststeinbek, Aumühle, Wohltorf/Amt Hohe
Elbgeest, Witzhave und Amt Trittau sowie Hamburg-Bergedorf im Rahmen der
Metropolregion Hamburg ist vorrangig anzustreben. Ziel ist es, eine gemeinsame Bauflächenentwicklung, Freiflächen- und Radwegeplanung,
Verkehrsplanung, Schulentwicklungsplanung und Kindertagesstätten-Planung
zu gründen, die gemeinsame Bewältigung von Aufgaben (u.a.
Abwasserbeseitigung, Straßenreinigung, Kultureinrichtungen,
Theater-Region, Brandschutz-Region, Einkauf-
& Beschaffungs-Verbund, gemeinsame Winterdienst-Region usw.) durchzuführen
und gemeinsam etwa als Tourismus-Region sowie als Stadtmarketing-Region
aufzutreten. Erläuterung: Reinbek ist Teil
der Metropolregion und hat mehrere kommunale Nachbarn. Reinbeker Bürgerinnen
und Bürger arbeiten oder studieren in Nachbarkommunen, betreiben dort
Sport oder andere Freizeit-Aktivitäten, besuchen kulturelle und
Freizeit-Veranstaltungen in Hamburg und den Nachbargemeinden, Schülerinnen
und Schüler besuchen auswärtige Schulen und haben dort Freunde,
Interessierte wählen aus dem Angebot der jeweiligen Volkshochschulen und
Theater, usw. usf. Die tagtäglichen privaten und gesellschaftlichen
Beziehungen in unsere Nachbargemeinden und von dort zu uns sowie die vielfältige
private Vernetzung steht im scharfen Kontrast zur zuständigkeitsorientierten
„Kirchturmpolitik“ der Kommunen. Dies muss überwunden werden und
setzt den Willen zur Zusammenarbeit von Politik und Rathaus über die örtlichen
Grenzen sowie den gegenseitigen Respekt voraus. Tatsächlich sind
Ansätze der Zusammenarbeit durch die derzeitige Rathaus-Führung nicht
ausgebaut oder sogar behindert worden: Der Versuch des Reinbeker Bürgermeisters,
den Stadtbetrieb Reinbek auf Kosten des Zweckverbandes Südstormarn zu
vergrößern ist ein solch kontraproduktives Beispiel. Andere groß- und
vollmundig angekündigte „Zusammenarbeits-Initiativen“ haben sich als
reine „just-for-public-relation“ – Aktionen herausgestellt. §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „In vielen Dingen ist die Zusammenarbeit mit den
benachbarten Kommunen Glinde, Wentorf, Barsbüttel, Oststeinbek, Aumühle,
Wohltorf, Witzhave und Amt Trittau einzuleiten und zu verfestigen. Ziel
ist es, eine gemeinsame Bauflächenentwicklung,
Freiflächen- und Radwegeplanung, Verkehrsplanung,
Schulentwicklungsplanung und Kindertagesstättenplanung abzustimmen und
den gemeinsamen Betrieb von Aufgaben (Abwasserbeseitigung, Straßenreinigung,
Kultureinrichtungen usw.) durchzuführen.“ „Reinbek muss sich endlich als Teil der Metropolregion
Hamburg begreifen und hier an einer engen Zusammenarbeit
mitwirken, um den Qualitäten Reinbeks, seiner Bürger, seiner Wirtschaft
und Landschaft eine angemessene Bedeutung in der Metropolregion zu
verschaffen.“ Hier bleibt noch einiges zu tun.
Die öffentliche Infrastruktur Reinbeks muss vor dem
Hintergrund der Bevölkerungsentwicklung in den einzelnen Stadtteilen überprüft
werden. Die Unterhaltung und Bewirtschaftung ist im Rahmen eines einheitlichen
Gebäude- und Flächenmanagements zu gewährleisten und unter
Beteiligung von Vereinen und Nutzergruppen durchzuführen. Ziel ist die Bereitstellung, der Ausbau und die
wirtschaftliche Unterhaltung ·
von Schulen unterschiedlicher Typen und
Kindertageseinrichtungen ·
eines Familienzentrums in Reinbek zur umfassenden Beratung
und Betreuung von Eltern, Kindern und Familien ·
der Stadtbibliothek in Alt-Reinbek und einer Stadtteil- und
Schulbibliothek in Neuschönningstedt / an der Gertrud-Lege-Schule ·
kostengünstig nutzbarer Begegnungs-, Tagungs- und
Veranstaltungs-Räumlichkeiten in den Stadtteilen ·
Jugendfreizeiteinrichtungen in den Stadtteilen ·
ausreichend bemessener, wohnortnaher und optimal
ausgestatteter Grünflächen, Spielflächen und Bolzflächen, insbesondere
auch im Stadtteil Schönningstedt ·
von zentral nutzbaren Flächen und Gebäuden z.B. für den
kommunalen Brandschutz ·
von zusätzlichen Sport- und Freizeitflächen sowie einer
Mehrzweckhalle (Sport, Veranstaltungen, Feste) vorzugsweise im Bereich des
Bebauungsplanes „Südlich Am Sportplatz“, an der Sachsenwaldstraße
oder im Bereich Schönningstedt ·
einer Fortführung des „Reinbeker Grünzugs“ vom
Loddental, Klosterbergen, Sportzentrum, Freizeitbad/Sportpark über den
Schönningstedter Graben, die Knicklandschaft westlich Schönningstedt und
nördlich des Bummereiweges zum Neuschönningstedter Graben und zu den
Oher Tannen ·
und von Naturerlebnisräumen (Grube Braas,
Klingeberg-Hammelsberg-Bille, Bille-Burgstall-Oher Tannen) sowie die Abwendung von Belästigungen und schädlichen
Umwelt-Einflüssen des Verkehrs und aus Gewerbegebieten bzw. von
Gewerbebetrieben in benachbarte Wohngebiete. Erläuterung: Die Bevölkerungszahl
der Stadt Reinbek ist seit 1996 von
24.791 auf 26.187
Einwohner Anfang 2007 um 1.398 Einwohner gestiegen. Es ergeben sich
folgende räumliche Schwerpunkte: Entwicklung der Einwohnerzahl 1996 – 2007 (Informationen
des Rathauses)
Insbesondere mit
dem deutlichen Bevölkerungsanstieg um ca.
1.750 Einwohner
in den Stadtteilen Ohe, Schönningstedt und
Neuschönningstedt haben sich Disparitäten in der
Infrastrukturversorgung eingestellt: Kindertagesstätten und Schulräume
mussten hier in den letzten Jahren ergänzt oder neu gebaut werden, zusätzliche
Grün-, Freizeit- und Sportflächen sind bislang nicht ausgewiesen worden
(im Gegensatz: die vorhandene großflächige Grünfläche am Kirschenweg
ist durch die Bebauung Allensteiner Weg umgenutzt worden, Grünflächen im
„Reinbeker Grünzug“ südlich der Hermann-Körner-Straße sind in
gewerbliche Bauflächen umgewandelt worden.) Diesem wachsenden
bzw. gewachsenen Bedürfnis nach Grün-, Freizeit- und Sportflächen wird
durch die Bauleitplanung derzeitig nicht Rechnung getragen. Die Bauleitplanung
muss dringend modernisiert werden, um die unmittelbare störungsfreie
Nachbarschaft von Gewerbebetrieben/-gebieten und Wohngebieten zu ermöglichen. Sehr
kontraproduktiv ist hier die verwaltungsseitige Genehmigung von z.B.
Asbest-Zwischenlagern, Abfallbehandlungsanlagen usw. in unmittelbarer Nähe
zu Wohngebieten! §
Aussagen im
Forum21-Arbeitsprogramm 2003 – 2008: Im Arbeitsprogramm
2003 – 2008 haben wir formuliert: „Reinbeks Stadtteile und
Wohnsiedlungen brauchen zusätzliche Grün-, Spiel-, Bolz-,
Sport- und Freizeitflächen. Entsprechende Flächen sollen auf der
Grundlage des bestehenden Landschaftsplans bedarfsgerecht ausgewiesen und
für eine nachbarverträgliche Nutzung vorgehalten werden.“ „Die Genehmigung eines Asbest-Zwischenlagers, die Zulassung
von Abfallbehandlungsanlagen, die Duldung von Umweltgefährdungen,
Altlasten, die mögliche Bebauung von kontaminierten Altablagerungen
u.a.m. gefährden unsere Wohngebiete. Daher steht die Modernisierung
der Bauleitplanung an, um den hohen Wohnwert der einzelnen
Stadtteile und gesunde Wohnverhältnisse dauerhaft zu sichern.“
Die städtische Betreibung, Nutzung und Unterhaltung von
Sachsenwald-Forum, Schloss Reinbek und Freizeitbad Reinbek sind zu überprüfen
und umzugestalten. Erläuterung: Die derzeitige
Nutzung, Betreibung und Bezuschussung von Sachsenwald-Forum, Schloss
Reinbek und Freizeitbad Reinbek lehnen wir ab, da hier übermäßig und
unangemessen freiwillige Leistungen der Stadt
zu ungunsten und zu Lasten von Pflichtaufgaben (Schulen, Straßenunterhaltung...)
finanziert werden. ·
Schloss Reinbek: Hier sollte die kostengünstige
Erhaltung des Reinbeker Wahrzeichens und Kulturdenkmals im
Vordergrund stehen. Die
derzeitige teilweise überbordende wirtschaftliche Intensiv-Nutzung mit
hohem Personal- und Kosten-Einsatz und zunehmender „Abnutzung“ ist
abträglich und nicht mehr vertretbar, der extrem hohe Zuschussbedarf von
über 400.000 Euro jährlich (Stadt-Anteil) ist durch andere
Organisationsformen und objektschonende Nutzungskonzepte deutlich zu
verringern. ·
Sachsenwald-Forum: Die langfristige
vertragliche Bindung der Stadt an den Mietvertrag sowie die Praxis von
Betrieb und Unterhaltung als Kultur-Einrichtung sind nachteilig für
Reinbek. Ein jährlicher
Zuschussbedarf von über 600.000 Euro ist für die wirtschaftliche
Situation Reinbeks abträglich. Der Bericht des Rechnungsprüfungsamtes über
das Wirtschaftsjahr 2003 offenbart unseres Erachtens gravierende
Managementfehler. Der Bericht liegt uns nicht vor, konnte bislang nur in
geschwärzten/geweißten Teilen von uns eingesehen werden und wird vom Bürgermeister
- unter Missachtung von Beschlüssen - der Stadtverordnetenversammlung und
der Öffentlichkeit vorenthalten. Die populistische Gleichsetzung von
„Betreibung des Sachsenwald-Forums“ mit „Kultur in Reinbek“ ist
unsinnig und in anbetracht der Ergebnisse der Stadtleitbild-Projektgruppe
„Kultur in Reinbek“ widerlegt! Hier sind frühzeitig und vor Ende des
Mietvertrages andere Organisations- und Betriebsformen für
Kulturveranstaltungen zu entwickeln und festzulegen. ·
Freizeitbad: Die vertraglichen Regelungen zur
Bildung der Freizeitbad-Beteiligungs-GmbH und die Veräußerung des
Unterdecks an eine E.ON-Tochter haben wir abgelehnt. Die versprochene und
zugesagte Minderung des städtischen Zuschusses auf ca. 250.000 Euro jährlich
ist faktisch außer Kraft gesetzt worden, tatsächlich beläuft sich der
städtische Zuschuss mittlerweile auf 600.000 Euro jährlich, der
durch den städtischen Verwaltungshaushalt zu erwirtschaften ist! Sowohl
dieser hohe jährliche städtische Zuschuss wie auch die dahinterstehenden
langfristigen Verträge sind von der CDU-SPD-Mehrheit zu verantworten.
Diese Fehlentwicklung bei der völlig freiwilligen kommunalen Leistung
„Unterhaltung eines Freizeit-Bades“ steht auch in krassem Gegensatz
zur „Einspar“-Praxis bei gesetzlichen Pflichtaufgaben wie z.B. der
Schul-Bauunterhaltung und der Straßen-Unterhaltung! ----------------------------------------------------------------------- Beschlossen
von der Forum21-Migliederversammlung am 25. Februar 2008 Heinrich
Dierking
Hajo Brügge
-Vorsitzender-
-Schatzmeister- (Das Arbeitsprogramm 2008-2013 kann hier als pdf-Datei aufgerufen werden.)
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2. Unser Programm für die Wahlperiode 2003 bis 2008 Die Kandidaten unserer Wählergruppe haben sich zur Kommunalwahl 2003 mit folgendem Programm vorgestellt. Selbstverständlich stellte dieses Programm die Richtschnur für unsere kommunalpolitische Arbeit in der 14. Wahlperiode 2003 bis 2008 dar: Umsteuern
und Gegensteuern – lokale
Demokratie erneuern ! Schwerpunkte des Forum21-Arbeitsprogramms für die Wahlperiode 2003 bis 2008
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3. Unser kommunalpolitisches Arbeitsprogramm 2000 bis 2003 Die Forum21-Fraktion hat sich nach ihrer Konstituierung im Juni 2000 folgendes Arbeitsprogramm für die damalige Wahlperiode bis zur Kommunalwahl im Jahre 2003 gegeben, dem wir uns weiterhin verpflichtet fühlen. |
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| "Um folgende Politikbereiche wollen wir uns besonders kümmern: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sicherung der hauptamtlichen Gleichstellungsbeauftragten-Stelle | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unterstützung der Gleichstellungspolitik durch Verankerung der Gleichstellungsgrundsätze in allen verwaltungs- und politischen Entscheidungsprozessen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kritische Auswertung des Berichtes des Landesrechnungshofes mit dem Ziel, politische Konsequenzen für Reinbeks Entwicklung aufzuzeigen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verwaltungsmodernisierung und bürgerfreundliche Serviceausrichtung der Stadt-Verwaltung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Schaffung der politischen und planungsrechtlichen Rahmenbedingungen für die Erhaltung und den Ausbau Reinbeker Gewerbe- und Handwerksbetriebe sowie ihrer Ausbildungs- und Arbeitsplätze | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Förderung von jungen UnternehmerInnen und (neuen) Dienstleistern | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausbau des Reinbeker Schulsystems durch die Einrichtung eines Fachgymnasiums | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Unterstützung unserer Schulen und unserer Jugendlichen auf dem Weg in das „Internet-Zeitalter“ | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Verankerung des „Nachhaltigkeits-Prinzips“ in allen Bereichen des Gemeinwesens | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bekämpfung von „Verfilzungs“ – Ansätzen | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Überprüfung der Reinbeker Einrichtungen auf ihre zeitgemäße Erfüllung von Aufgaben für das Gemeinwesen sowie auf mögliche Kooperationen mit Nachbarkommunen und Privaten bzw. auf die private Erfüllung dieser Aufgaben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Bereitstellung von erschwinglichem Wohnraum für junge Familien | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Mitwirkung an der Entwicklung Reinbeks zu einer „Kommune im 21. Jahrhundert“, insbesondere durch auf Konsens orientierten Verwirklichung der Lokalen Agenda: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Sicherung einer stabilen sozialen Infrastruktur | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Erhalt der ökologischen Qualität Reinbeker Landschaft | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Ausbau der ökonomischen Leistungsfähigkeit. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Umsetzung der kommunalgesetzlichen Aufgaben nach der Gemeindeordnung S-H durch Mitwirkung in Ausschüssen und Stadtvertretung: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Formulierung von Zielen und Grundsätzen für die Verwaltung und die Entwicklung der Stadt Reinbek (§ 27 Gemeindeordnung S-H, § 45 Gemeindeordnung S-H) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kontrolle der Verwaltung (§ 27 GO, § 45 GO) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Kinder- und Jugendlichen-Beteiligung (§ 47f GO) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| umfassende
Beteiligung des Reinbeker Seniorenbeirates."
Stand Juni 2000 |
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Forum21-Fraktion Reinbek Stand: Juni 2008 verantwortlich H. Dierking |
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