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Forum21 |
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kommunalpolitische Initiative für Reinbek |
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Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung Reinbek |
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Vorsitzender:
Heinrich Dierking, Stadtverordneter, |
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Op den Stüben 42, 21465 Reinbek Tel. 040-7201056 d 040-7105138 p Fax 040-7203480 |
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E-Mail fraktion@forum21-reinbek.de |
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| Reinbek 21.10.2004 / 02.11.2004 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Forum21 / kommunalpolitisches Dossier zur geplanten und vorgesehenen Entwicklung von Einzelhandelsflächen in Reinbek | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ganz
viele neue Einkaufszentren: Reinbeker
Wahnwitz, Gefälligkeiten
für Einige oder pures
Streben zum Mittelzentrum ? Kommunalpolitisches Dossier
zur
geplanten und vorgesehenen Entwicklung
von Einzelhandelsflächen in
Reinbek Wenn es nach dem Willen von
Rathausspitze und der politischen Mehrheit geht, dann wird in den nächsten
Jahren die Reinbeker Einzelhandelsfläche um ein Vielfaches gesteigert
werden! Aber: Ist das sinnvoll?
Trägt das zur Stärkung des Reinbeker Einzelhandels bei oder zerstört das
die vorhandenen Betriebe? Oder
erhöht das nur die Verkaufserlöse von einigen wenigen Grundeigentümern? Wir wollen über die
beschlossene „Einzelhandels-Konzeption“, über die vorhandenen und
vorgesehenen Standorte und ihre Ausprägung informieren und stellen die
Grundzüge der Bauleitpläne vor. Das Dossier wird entsprechend
den aktuellen Beschlusslagen fortgeschrieben. 1.
Einzelhandelsituation in Reinbek 2.
Einzelhandels-Standortkonzeption 2003 3.
Eine Reinbeker Gemengelage – politische
Entscheidungsfindung & ein Gutachten mit geringer Halbwertzeit! 4.
Standorte mit großflächigem Einzelhandel 5.
Stellungnahme von Forum21 zum beantragten
Nahversorgungszentrum südlich Schönningstedt (ALDI) 6.
Ausblick Entwurf: 01.09.2004 / Überarbeitung 21.10.2004; 02.11.2004 Die Angabe von Daten, Zahlen und Werten erfolgt gewissenhaft
und nach sorgfältiger Recherche
und Auswertung vorhandener Dokumente. Abweichungen, Fehler und Missverständnisse
sind unbeabsichtigt. Unsere Angaben erfolgen jedoch ohne Gewähr.
1. Einzelhandelssituation in Reinbek Die
Situation des Einzelhandels wird bereits seit Jahren von zahlreichen Einzelhändlern
und vom Reinbeker Gewerbebund beklagt. Allgemein
geht die Klage, dass die „Reinbeker“ lieber in die Nachbargemeinden
fahren und dort ihre Einkäufe erledigen, statt z.B. das hochwertige Angebot
in Reinbeks Stadtmitte zu nutzen. Als Gründe für das Ausbleiben der
Reinbeker Kunden in den Reinbeker Geschäften wurden und werden u.a. an
erster Stelle genannt: das schlechte und ungenügende Parkplatzangebot in
Reinbek. Weiterhin wird deutlich, dass die Häufung von Bank- und
Sparkassen-Filialen am Landhausplatz, in der Bahnhofstraße und in Völkerspark
zwar viele Bankkunden in die Stadtmitte lockt, diese aber nicht zum
Einkaufen dort verweilen, weil die Angebotsstruktur zu „wenig vielfältig“
sei und das Angebot sich eher an Senioren als an Jugendlichen und jungen
Familien ausrichten würde. Zahlreiche
Bürger / Kunden bemängeln auch die wenig ansprechende räumliche Situation
z.B. im „Einkaufscenter Klostermarkt“ und die manchmal lange dauernden
Leerstände von Geschäftsräumen. Darüber
hinaus wird an dem „Sachsenwald-Einkaufszentrum Täby-Platz“ moniert,
dass hier seit Jahrzehnten keine Erneuerungsinvestitionen getätigt würden
und der „Charme der 70er Jahre“ einfach nicht mehr zeitgemäß sei und
wenig anziehend wirke. Andere
wiederum beklagen die Zersplitterung der unterschiedlichen
Einzelhandels-Standorte in Reinbek, die ursächlich auf die „zerrissene“
Siedlungsstruktur zurückzuführen sei. Es
sei mal dahin gestellt, ob diese und andere Meinungen triftig sind oder ob
diese Meinungen nicht auch auf geschmäcklerischen Urteilen beruhen, die
sich einer rationalen Erwägung entziehen. Festzustellen
bleibt jedoch eine deutliche Unzufriedenheit mit der heutigen
Einzelhandelssituation, sowohl auf der Einzelhändler-Seite wie auch auf der
Kunden-Seite. Die
häufig vernehmbare Äußerung, „eigentlich müsste Reinbek mehr
hermachen“ ist zwar nicht von der Hand zu weisen – schließlich will
Reinbek ja „Mittelzentrum“ sein und werden -. Es erscheint uns aber
nicht fair, wenn als Beleg für optimale Einkaufssituationen das Wandsbeker
„Quarree“, die Bergedorfer City oder Geesthacht und Ahrensburg aufgeführt
werden. Reinbeks
Bürger können eben in wenigen PKW- oder BUS-Minuten attraktive Einkaufsmöglichkeiten
in Bergedorf, Lohbrügge oder Hamburg erreichen. Sie sind nicht allein auf
Reinbeker Einkaufsmöglichkeiten angewiesen! Eine
wichtige Quelle der weit verbreiteten Unzufriedenheit scheint in dem Bild
des „reichen Reinbeker“ Kunden zu liegen. Die
Stadt Reinbek hat in 2002 durch die Fa. Gesellschaft für Handels-,
Standort- und Immobilienberatung mbH (gesa), Hamburg,
„Einzelhandelsuntersuchung und konzeptionelle Entwicklung für die Stadt
Reinbek“ (Januar 2003; im folgenden kurz: gesa-Gutachten 2003), den
Einzelhandel untersuchen lassen. Seit
mehreren Jahren bereits rangiert Reinbek im regionalen und überregionalen
Vergleich der Marktforscher hinsichtlich des „Kaufkraftniveaus“
auf vorderen Rängen. Die Gesellschaft für Konsumforschung GFK, Nürnberg,
hat für (den Postleitzahlbereich 21465) Reinbek/Wentorf ein Kaufkraftniveau
im Vergleich zum Bundesdurchschnitt (entsprechend 100%) in Höhe von 135,3
Punkten (also 135,3 %) ermittelt. (gesa-Gutachten 2003, S. 8f) Die
Gutachter gesa haben diese Kennziffern auf das durchschnittliche Niveau der
westlichen Bundesländer („Alte“ Bundesländer) umgerechnet und folgende
Werte des „Pro-Kopf-Kaufkraftindices in der Stadt Reinbek und Umgebung
(auf Basis der PLZ-Bereiche)“ ermittelt:
Demgegenüber
steht die tatsächliche Kaufkraftbindung in Reinbek: Die Gesellschaft
für Konsumforschung GFK, Nürnberg, hat für Reinbek als Einzelhandelzentralitätskennziffer„ 52 Punkte ermittelt.
Denn einem Einzelhandelsumsatz in Reinbek in 2001 von 84,9 Mill. Euro (=
52%) stand eine örtliche Kaufkraft von 163,4 Mill. Euro (= 100%) gegenüber.
Ein Verhältnis, aus dem ein merklicher Kaufkraftabfluss in die
Nachbargemeinden abgeleitet wird: „Das Zentralitätsmaß setzt den am Ort
getätigten Einzelhandelsumsatz in Relation zu der im Gemeindegebiet ansässigen
Kaufkraft. Ein Wert unter 100 signalisiert, dass der Ort
Versorgungsfunktionen nicht im ausreichenden Maße erfüllt; Mittelzentren
haben im Regelfall einen Wert über 100.“ Die
Gutachter gesa haben auf der Grundlage eigener Erhebungen und Einschätzungen
für die Stadt Reinbek ein Umsatzvolumen von 81,6 Mill. Euro, eine
einzelhandelsrelevante Nachfrage von 142,9 Mill. Euro und somit eine Einzelhandelszentralitätskennziffer
von 57 ermittelt. (gesa-Gutachten 2003, S. 7/8) Die
Gutachter gesa unterstellen in ihrer Einzelhandelsuntersuchung für die
Stadt Reinbek ein „einzelhandelsbezogenes Kerneinzugsgebiet“ mit
insgesamt 33.523 Einwohnern (Stadt Reinbek, Gemeinden Aumühle und Wohltorf
sowie angrenzende Bereiche von Glinde und Wentorf) sowie als ergänzendes
Einzugsgebiet Flächen der Stadt Glinde mit ca. 9.800 Einwohnern. Das
gesamte Einzugsgebiet unterteilen die Gutachter gesa in „fünf
Marktzonen mit jeweils homogenen Rahmenbedingungen und Kaufkrafterfassungen.
Damit wird speziell der nachlassenden Ausstrahlung in den weiter entfernt
liegenden Gebieten sowie dem größer werden Wettbewerbseinfluss
benachbarter Zentren Rechnung getragen“ (S. 9):
Aus
dem Ergebnisbericht, Übersicht 5, entnehmen wir die folgenden Angaben zum Bestand
des Einzelhandels in Reinbek, Glinde und Aumühle/Wohltorf/Wentorf-Nord:
Aus
diesen dargestellten Werten lässt sich ableiten, dass über eine Erhöhung
des Einzelhandelsangebotes (zusätzliche Verkaufsflächen) das
Umsatzpotential erhöht werden kann, um das Ausgabevolumen „besser
auszunutzen“. Auf dem ersten Blick lässt sich ein enormes Potenzial in
den Marktzonen 1, 2 und 3 erkennen! Für
die Marktzonen 1 und 2 (Stadt Reinbek) ermitteln die Gutachter gesa eine
unterschiedliche Kaufkraftbindung in Bezug auf die verschiedenen
Hauptwarengruppen (Gutachten gesa 2003, S. 22):
Das
gesa Gutachten 2003 folgert aus diesen Zahlen für die Stadt Reinbek (S.
22): „Im
periodischen Bedarf (Lebensmittel/Verbrauchsgüter) deuten die Zahlen auf
einen heute schon hohen Kaufkraftbindungswert hin, während bei der gesamten
Palette der aperiodischen Wirtschaftsgüter mit merklichen Kaufkraftabflüssen
zu rechnen ist.“ Dieses
Ergebnis konkretisieren die Gutachter gesa noch in Bezug auf die
Marktverteilung für die einzelnen Marktzonen und kommen im Ergebnis zu
folgenden Aussagen: periodischer
Bedarf „Demnach
wird heute in Reinbek aus dem Einzugsgebiet ein Umsatzvolumen beim
periodischen Bedarf (Lebensmittel/Verbrauchsgüter) von rund 57,8 Mio. Euro
generiert, das sich zu 51,1 Mio. Euro (=88,4%) aus Kaufkraft der Reinbeker
Bevölkerung und zu 6,7 Mio. Euro (=11,6%) durch Zufluss aus den Zonen 3 bis
5 rekrutiert. Aus Reinbek (Zone 1 + 2) selbst fließt des Weiteren rd. 2,3
Mio. Euro in den Glinder Besatz (Zone 4 + 5) sowie weitere 7,1 Mio. Euro
(=11,8% des relevanten Ausgabenvolumens) in andere alternative
Einkaufsbereiche ab. In den Zonen 3 bis 5 wird durch den örtlichen Besatz
selbst rd. 32,7 Mio. Euro gebunden, so dass sich dort bei Mitberücksichtigung
des Reinbeker Umsatzes ebenfalls eine Kaufkrafterfassungsquote von über 88%
ermittelt. Unter Berücksichtigung der im Einzugsgebiet stattfindenden
Kaufkraftbewegungen verbleibt demnach beim periodischen Bereich noch ein
Abfluss aus dem Gesamteinzugsgebiet von 12,1 Mio. Euro oder 11,5% des
relevanten Nachfragevolumens.“ (S. 23/24) aperiodischer
Bedarf „Nach
Berechnungen des gesa-Beraterteams wird derzeit durch die Gesamtpalette der
in Reinbek ansässigen Anbieter für den aperiodischen Bedarf innerhalb des
Einzugsgebietes ein Umsatzvolumen von insgesamt rd. 27,0 Mio. Euro p. a.
generiert, das sich zu rund 22,8 Mio. Euro (=84,4%) aus Umsätzen aus der
Reinbeker Bevölkerung, zu rund 3,2 Mio. Euro (=11,9%) durch Zufluss aus den
Zonen 3 bis 5 sowie zu rund 1 Mio. Euro (=3,7%) aus externen Zuflüssen
zusammensetzen dürfte. Hinzu kommen ca. 1,0 Mio. Euro (=3,7%) p.a. als
externe Zuflüsse (z.B. Einpendler von Gebieten außerhalb des abgegrenzten
Marktbereichs). Analog
dazu ermittelt sich aus diesen Werten aus Reinbek (Marktzone 1 + 2) ein
Kaufkraftabfluss von rd. 72 %, während 5,4% der Nachfrage aus dem übrigen
Einzugsbereich nach Reinbek einfließen. Bezogen auf die Gesamtnachfrage im
Einzugsbereich entspricht das Umsatzvolumen von rd. 26,0 Mio. Euro (ohne ext.
Zuflüsse) einer durchschnittlichen Kaufkraftbindung im gesamten Marktgebiet
von knapp unter 20 Prozent. Diese
Zahlenwerte beim aperiodischen Bedarf zeigen eine merkliche Reserve an, die
bei entsprechendem Angebot in gewissem Umfang egalisiert werden kann, wobei
die Intensität der möglichen zusätzlichen Kaufkraftbindung in Abhängigkeit
vom zu schaffenden neuen Angebot besteht. Hier ist jedoch – bedingt durch
die relativ engen Marktrahmendaten und die Nähe zu Hamburg – von
deutlichen strukturellen Restriktionen auszugehen.“ (S. 25) Ob
diese ermittelten Zahlenwerte und die ihnen zugrundeliegenden Einschätzungen,
Annahmen, Unterteilungen und Abgrenzungen zutreffend sind oder möglicherweise
erheblich in diese oder jene Richtung verändert werden müssen, soll dahin
gestellt werden. Die
Zahlenwerte verdeutlichen jedoch eindrucksvoll, dass in Reinbek durch die
Schaffung zusätzlicher Verkaufsflächen ein erhöhter Umsatz im
Einzelhandel zu erzielen wäre. In
Kenntnis dieser Sachlage und potentieller Geschäftserwartungen stehen mögliche
Investoren bereits seit Jahren in den Startlöchern! 2. Einzelhandels-Standortkonzeption 2003 - wird zur Zeit überarbeitet
- 3. Eine Reinbeker Gemengelage – politische
Entscheidungsfindung & ein Gutachten mit geringer Halbwertzeit a) Beschluss der
gemeinsamen Sitzung von Bau-Ausschuss und Umwelt- und
Stadtentwicklungs-Ausschuss vom 28.01.2003 (Anmerkung: der folgende Text ist eine
nur unwesentlich redigierte Fassung unserer Stellungnahme vom 30.01.2003) Seit
Anfang 2001 bewirbt sich eine Stormarner Firma darum, im neuen Gewerbegebiet
Haidland ein Fachmarktzentrum für Reinbek einzurichten.
Das Konzept des Fachmarktzentrums ist mit dem Gewerbebund Reinbek
e.V. abgestimmt, um die vorhandenen Einzelhandelsgeschäfte in Reinbek vor
übermächtiger Konkurrenz zu schützen und den potentiellen Kunden
sinnvolle Ergänzungen anzubieten. Nach
den der Reinbeker Kommunalpolitik seit Anfang 2002 vorliegenden Unterlagen
sollen im Gewerbegebiet Haidland insgesamt 7.620 qm Verkaufsfläche neu
entstehen, davon sind vorgesehen:
Forum21
hat bereits vor Monaten dieses Konzept wegen der positiven Effekte auf
Arbeitsplätze, Wirtschaftstätigkeit und Einzelhandelsumsatz sowie für die
Verbraucher zustimmend bewertet. Die
EDEKA verlautbarte im November 2002, sie wolle in die geplante Erweiterung des Lebensmittelmarktes am
Täbyplatz investieren und gleichzeitig in ein SB-Warenhaus innerhalb des
Fachmarktzentrums Haidland investieren! Die
EDEKA betrachtet beide Investitionen als marktgerechte Anpassung an die geänderten
Erfordernisse. Das
Thema „Fachmarktzentrum Haidland“ führte in der Reinbeker
Kommunalpolitik zu einigen kontroversen Debatten. Die
Grünen warnten kürzlich davor, im Haidland sei ein neuer Wal-Mart wie in
Oststeinbek zu befürchten. (Wal-Mart in Oststeinbek weist immerhin eine
Verkaufsfläche von rund 16.000 qm auf).
Obgleich SPD und Grüne keine grundsätzliche oder inhaltliche Kritik an den
hergereichten Unterlagen des Fachmarktzentrums einschließlich eines
Gutachtens zur Abschätzung möglicher Auswirkungen auf den bestehenden
Einzelhandel vorbrachten, setzten sie mit Bürgermeister Palm durch, dass
ein weiteres Gutachten durch einen „neutralen“ Gutachter (GESA) „zur
Entscheidungsfindung“ erstellt
wurde. Dieses
GESA-Gutachten liegt seit kurzem vor und wurde in der gemeinsamen Sitzung
von Bau-Ausschuss und Umwelt- u. Stadtentwicklungs-Ausschuss am 28.01.03
vorgestellt. Das Gutachten wartete mit unbegründeten Annahmen, gigantischen
Ausbauplänen und einem kaum für
möglich gehaltenen „Ergebnis“ auf: Wenn 1. das Nahversorgungszentrum Täbyplatz
mit derzeit 1.400 qm Einzelhandelsfläche auf insgesamt 5.300 qm (also fast
eine Vervierfachung! Wo wird da die Bedeutung als „Stadtteilplatz“, als
„Spielplatz“, als „Platanenplatz“
bleiben können?) erweitert werden würde, und 2. der heutige
Toom-Baumarkt (vom Gutachter angenommene Erweiterung von derzeit 3.300 auf
5.000 qm Verkaufsfläche) und das bestehende FAMILA-SB-Warenhaus an der
Humboldtstraße (angenommene Erweiterung von heute 2.400 qm auf
4.200 qm Verkaufsfläche) auf das Gelände der heutigen
Michaelis-Unternehmung an der Gutenbergstraße verlagert und vergrößert
werden würden, dann würde (erst) die Einrichtung eines weiteren
SB-Warenhauses im Haidland zu
einem „starken Verdrängungswettbewerb gegenüber vorhandenen
Besatzstrukturen führen“. Diese
Schlussfolgerung ist aufgrund der gigantischen und unrealistischen Erweiterungsvorstellungen, die vom Gutachter
in ihren Auswirkungen auf die Kaufkraft Reinbeks stark heruntergerechnet
werden, nicht überzeugend. Die
beiden Fach-Ausschüsse haben am 28.01.2003 auf der Grundlage eines
CDU-Antrages folgendes nach langer Beratung beschlossen: 1.
„Die bestehenden Einzelhandelsstandorte in Reinbek sind zu sichern
und weiter zu entwickeln.“ (Zustimmung aller Fraktionen) 2.
„Vorrangig soll das Nahversorgungszentrum am Täbyplatz weiter
ausgebaut werden. Hauptziel der Planung muss jedoch sein, die regionale
Bedeutung als Nahversorgungszentrum zu erhalten. Insofern sollten dort keine
zusätzlichen Ladenstraßen entstehen, die als Konkurrenz zur eigentlichen
Stadtmitte wirken würden. Die Eigentümer/Investoren sind aufzufordern, bis
zum 31.03.2003 ein überarbeitetes Konzept vorzulegen, dass der Funktion
dieses Standortes gerecht wird und realistisch umsetzbar ist. Das Konzept
soll durch Aussagen der Hauptmieter EDEKA und ALDI unterlegt werden, in
denen deren Flächenerweiterungswünsche konkret benannt sind.“
(Zustimmung von CDU und Forum21, Ablehnung durch SPD und Grüne! Dabei haben
gerade SPD und Grüne seit Wochen öffentlich dargelegt, wie sehr ihnen an
einer Modernisierung des Täbyplatzes gelegen sei! Warum dann diese
Ablehnung?) 3.
„Um den Standort Reinbek als Einzelhandelsstandort grundsätzlich
vielseitiger zu gestalten, zu stabilisieren und den erheblichen
Kaufkraftabfluss einzudämmen, soll außerdem ein Sondergebiet für die
Errichtung eines Fachmarktzentrums ausgewiesen werden. Als Standort wird die
vieldiskutierte Fläche im Gewerbegebiet Haidland für am besten erachtet,
weil diese alle Voraussetzungen für die Verwirklichung eines solchen
Vorhabens besitzt. Das vorliegende Nutzungskonzept (des Investors) wird als
sinnvoll und richtig bezeichnet, zumal es in Zusammenarbeit mit dem
Gewerbebund Reinbek entwickelt wurde. Die Verwaltung wird beauftragt, ...,
dass dieses Grundstück für ein Fachmarktzentrum reserviert bleibt.“
(Zustimmung von CDU und Forum21, Ablehnung durch SPD und Grüne) 4.
Der CDU-Vorschlag, die
Eignung der Michaelis-Fläche für ein Fachmarktzentrum prüfen zu lassen,
wurde von Forum21 abgelehnt und überraschend auch von SPD und Grünen,
obgleich die gleichartige Aussage des GESA-Gutachtens doch unterstützt
wurde (siehe oben). 5.
Der von Bürgermeister Palm unterstützte CDU-Vorschlag „Auf dem
Standort DOBERKAU sollen Einzelhandelsflächen zugelassen werden, wenn es
sich um Verlagerungen von vorhandenen Betrieben handelt oder interessante,
ergänzende Neuansiedlungen anstehen. Eine endgültige Entscheidung über
Zulassung und entsprechender Anpassung der Bauleitplanung treffen die zuständigen
Gremien.“ fand auch Zustimmung von SPD und Grünen. Dabei hatte doch
gerade der GESA-Gutachter die Einrichtung neuer Einzelhandelsflächen
kategorisch abgelehnt wegen des dadurch hervorgerufenen Verdrängungswettbewerbs!
Aber : Dobberkau hat schließlich SPD und Palm bei der Bürgermeisterwahl
2002 tatkräftig unterstützt. Da darf man sicher auch Unterstützung
einfordern, wenn es um die Wertsteigerung der eigenen Immobilie geht. Ein
Schelm, der ..... Nach
Beendigung der Abstimmung meldete sich Bürgermeister Palm um 23.30 Uhr mit
einem neuen Ergänzungsantrag: Er wollte prüfen lassen, ob das
Michaelis-Gelände für „Einzelhandels“-Ansiedlungen und
–Einrichtungen geeignet sei und drängte die Ausschussmitglieder zur
Abstimmung über diesen feinsinnigen Unterschied (schließlich habe die
Mehrheit ja nur die Prüfung eines „Fachmarktzentrums“ abgelehnt –
siehe oben.) Anscheinend war zu dieser vorgerückten Stunde schon jegliche
Aussage des GESA-Gutachtens hinsichtlich Kaufkraft und Verdrängungswettbewerb
in Vergessenheit geraten und die schützende Hand von SPD und Grünen über
das Nahversorgungszentrum Täbyplatz erlahmt: CDU, SPD und Grüne stimmten
Palms Vorschlag zu. Jetzt darf sich also auch Michaelis auf eine deutliche
Wertsteigerung seiner Alt-Immobilie freuen. Forum21
lehnte diesen Vorschlag aus guten Gründen ab. Wir meinen, dass die
Einzelhandelsentwicklung sich an zusätzlichen Arbeitsplätzen, zusätzlicher
Wirtschaftstätigkeit, Einzelhandelsumsatz und den Interessen der
Verbraucher orientieren sollte. Es ist auch nicht Aufgabe von Rathaus und
Politik, mit Einzelhandelsplanungen Wertsteigerungen der Gewerbeimmobilien
weniger Gewerbetreibender hervorzurufen! Die
Beschlüsse zu Einzelhandelsnutzungen auf dem Dobberkau-Gelände und dem
Michaelis-Gelände können als praktische Beispiele aufgefasst werden, wie
CDU, SPD, Grüne und Rathaus
„Wirtschaftsförderung“ zugunsten einzelner Gewerbetreibender
definieren. Die Einzelhändler und Geschäftsinhaber in der Stadtmitte und
anderswo sollten sich da mal ihre eigenen Gedanken machen! Am
Ende der Sitzung am 28.01.2003 bestätigte sich: Das GESA-Gutachten hat
keine große Bedeutung für die Entscheidungsfindung gehabt! Hier
wurde wieder einmal Geld für ein Schubladen-Gutachten ausgegeben. (30.01.2003) b) Beschluss der
Stadtvertretung vom 06.02.2003 (Anmerkung: der folgende Text ist eine
nur unwesentlich redigierte Fassung unserer Stellungnahme vom 25.02.2003) Selten
hat ein Beschluss der Stadtvertretung Reinbek solch einen Widerhall erfahren
wie der Beschluss über die „Prioritäten für die Entwicklung von
Einzelhandelsstandorten in Reinbek (Einzelhandels-Standortkonzeption)“
(Sitzungsvorlage 2003/70/001) vom 06.02.2003. Folgt
man der Berichterstattung und einigen Leserbrief-Schreibern, so ergibt sich
nach unserer Meinung ein unwirkliches Bild über die Ziele der einzelnen
politischen Fraktionen und über die jeweiligen Mehrheiten. Wir
möchten einige für die Einzelhandelsentwicklung in Reinbek wesentliche
Punkte hervorheben. In
der Stadtvertretung herrschte völlige Einigkeit von CDU, SPD, Forum21 und
Grüne in zwei Punkten: 1.
Die bestehenden Einzelhandelsstandorte in der Stadtmitte, am Täby-Platz
und in den anderen Stadtteilen sind zu sichern und zu entwickeln. 2.
Das Nahversorgungszentrum am Täby-Platz soll seine regionale
Bedeutung behalten und ausgebaut werden, Dazu können auch kleine und
mittelgroße Ladengeschäfte eingeplant werden. Der Wochenmarkt muss in der
bisherigen Größe erhalten bleiben. Eigentümer und Investoren sind
aufgefordert, bis zum 31.03.2003 ein überarbeitetes standortgerechtes und
realistisch umsetzbares Konzept vorzulegen. Die Hauptmieter Edeka und Aldi
sollen in das Konzept einbezogen werden. Auf der Grundlage der dann
abgestimmten Planung soll ein Vorhabens- und Erschließungsplan durchgeführt
werden. Strittig
sind jedoch die folgenden Punkte. 3.
Fachmarktzentrum im Gewerbegebiet Haidland Eine
Mehrheit von 14 Stadtverordneten (10 CDU, 3 Forum21, 1 SPD) stimmte am
06.02.2003 für die Ausweisung
eines Fachmarktzentrums im Gewerbegebiet Haidland
mit ca. 4.000 qm Verkaufsfläche für ein SB-Warenhaus und 3.250 qm
Verkaufsfläche für unterschiedliche Fachmarkt-Geschäfte (vorgesehen u.a.
Sportartikel, Möbel & Heimtextil, Textil & Bekleidung, Drogerie
& Hartwaren, Tierbedarf, Getränkecenter). 11 Stadtverordnete (8 SPD, 3
Grüne) stimmten dagegen. Am
10.02.2003 hat die Stadtverwaltung mitgeteilt, dass die für das
Fachmarktzentrum im Gewerbegebiet Haidland vorgesehene Fläche für einen
auswärtigen Pharmazie-Betrieb reserviert ist, der erst frühestens in
einigen Monaten über den Ankauf und die Umsiedlung nach Reinbek endgültig
entscheiden wird! Es
ist zur Zeit müßig, zu spekulieren, ob ein verantwortungsbewusstes Rathaus
von dieser Reservierung bereits seit Monaten Kenntnis gehabt hat oder
zumindest Kenntnis haben konnte. Fakt ist: Ein Fachmarktzentrum im
Gewerbegebiet Haidland ist für die nächsten Monate vom Tisch, der
Beschluss Fachmarktzentrum Haidland ist nicht umsetzbar! Dieser
Standort wird auch deswegen nicht weiterverfolgt, weil sich eine deutliche
Mehrheit von CDU, SPD und Grünen ausgesprochen hat für ein riesiges 4.
Einzelhandelszentrum Michaelis-Gelände. Der
Bürgermeister ist mit wechselnden Mehrheiten beauftragt worden, mit
„Ansiedlungsinteressenten“ zu klären, ob das nach der Verlagerung von
Michaelis in das Gewerbegebiet Haidland freiwerdende Gelände an der
Gutenbergstraße für „Einzelhandelsansiedlungen oder alternative
Nutzungen“ geeignet ist und wirtschaftlich genutzt werden kann. Erwähnenswert
ist in diesem Zusammenhang, dass SPD und Grüne den von Forum21 beantragten
Zusatz „oder alternative Nutzungen“ ablehnten (JA: 10 CDU, 3 Forum21, 1
SPD; NEIN: 8 SPD, 3 Grüne) und
andererseits die SPD den Antrag der Grünen „Die Ausweisung soll eine
Gesamtnutzfläche von nicht weniger als 20.000 qm für
Einzelhandelseinrichtungen mit den entsprechenden Parkmöglichkeiten
betragen“ unterstützte (JA: 9 SPD, 3 Grüne; NEIN: 10 CDU, 3 Forum21). Hieraus
und aus verschiedenen Verlautbarungen wird für uns deutlich: Auf
dem Michaelis-Gelände soll nach dem Willen von Rathaus, SPD und Grünen ein
riesiges Einzelhandels- und Fachmarktzentrum (SB-Warenhaus, Baumarkt sowie
weitere Fachmärkte) von mindestens 14.000 qm Verkaufsfläche entstehen. Forum21
hat es bereits in einem Gespräch mit der Firma Michaelis wie auch in der
Stadtvertretung deutlich abgelehnt, auf dem Michaelis-Gelände ein
Einzelhandelszentrum zu schaffen. Unserer Meinung verschafft sich die Stadt
Reinbek dadurch erhebliche planungsrechtliche Gefahren (auch andere
Gewerbebetriebe können dann die Ausweisung ihrer Immobilie als Sondergebiet
durchsetzen) und städtebauliche Probleme (Verkehrsführung, Lage zum
Stadtzentrum). Um Michaelis in Reinbek zu halten, müssen andere Wege
gefunden werden. Und dass ein Einzelhandelszentrum auf dem Michaelis-Gelände
erhebliche Auswirkungen auf das relativ nahe Nahversorgungszentrum Täbyplatz
haben wird, kann wirklich niemand bestreiten wollen. Wir
lehnen weiterhin ab die 5.
Zulassung von Einzelhandelsflächen auf dem Standort Dobberkau. Die
Umwandlung des heutigen Gewerbebetriebes nach der Umsiedlung in das
Gewerbegebiet Haidland in ein Sondergebiet für Aldi oder Lidl o.a. ist mit
den gleichen planungsrechtlichen Gefahren und städtebaulichen Problemen
verbunden wie der Michaelis-Standort. Die Auswirkungen auf den
bestehenden Einzelhandel sind nicht untersucht worden! Übrigens: Auch das
sog. GESA-Gutachten warnt vor dieser Einzelhandels-Ausweisung. Alle
Fraktionen – CDU, auch die SPD, Forum21, auch die Grünen – haben
abschließend am 06.02.2003 beschlossen: „Nach
Klärung des Standortes Michaelis wird die Genehmigung entweder für das
Michaelis- oder für das Haidland-Gelände ausgesprochen und die
Bauleitplanung entsprechend korrigiert.“ Nach
Lage der politischen Positionen – nur Forum21 lehnt Einzelhandel auf
Michaelis-Standort ab, SPD und Grüne befürworten dort riesigen
Einzelhandel – wird das Ergebnis der
Kommunalwahl wirklich wegweisend! (25.02.2003) 4. Standorte mit großflächigem Einzelhandel a)
Stadtmitte b)
Täby-Platz c)
Einzelhandels- und Fachmarktzentrum Humboldtstraße d)
Neues Zentrum auf Autohaus Dobberkau-Fläche e)
Neues Zentrum auf Papiergroßhandel Michaelis-Fläche f)
Nahversorgungszentrum südlich Schönningstedt g)
Neues Zentrum auf ABB-Altstandort in Glinde/Gutenbergstraße a) Stadtmitte / Bahnhofstraße /
Bergstraße / Schmiedesberg / Sophienstraße / Rosenplatz Was
ist vorgesehen: Es
gibt zur Zeit keine Planungen oder ein Konzept zur Verbesserung und
Modernisierung. Politische
oder Verwaltungs-Initiativen : Fehlanzeige! b) Täby-Platz Der
„Täby-Platz“ mit dem 2x wöchentlich
als Marktplatz genutzten Täby-Markt (Wochenmärkte am Mittwoch und am
Sonnabend) und dem „Einkaufszentrum Sachsenwald“ ist seit Jahrzehnten
nur unwesentlich erweitert und modernisiert worden. Seit
2002 gibt es Überlegungen der Eigentümer(-Familie), den Täby-Platz als
wichtigen Versorgungsstandort der Stadt Reinbek und hier insbesondere der
westlichen Stadtteile zu entwickeln, um ihn nachhaltig zu sichern. Was
ist vorgesehen: Als
besonders wesentlich für die Modernisierung und Sicherung des Standortes
wird die Vergrößerung der Verkaufsflächen betrachtet, die wiederum zu
einer baulichen Umgestaltung und deutlichen Veränderung der Flächennutzung
führen wird. ·
Der EDEKA-Markt benötigt als
Vollsortimenter künftig eine Verkaufsfläche von etwa 2.000 qm (heute
lediglich: 615 qm!!). Die notwendige bauliche Bestandserweiterung wird auch
Teile des heutigen Täby-Platzes (Spielplatz und Brunnenstandort)
beanspruchen. ·
Der ALDI-Discountmarkt wird
innerhalb des heutige Gebäudes neu geordnet und durch Einbeziehung eines
heutigen Ladens um ca. 80 qm auf 800 qm Verkaufsfläche vergrößert. ·
Die übrigen Läden werden
umgebaut. U.a. durch die geplante Erweiterung dieser Ladenflächen nach Süden
bis an die Straße „Am Ladenzentrum“ wird die heutige Verkaufsfläche
von derzeit etwa 870 qm auf etwa 1.800 qm gesteigert werden. ·
„Insgesamt ergibt sich
daraus eine Vergrößerung der ebenerdigen Verkaufsflächen von derzeit ca.
2.205 qm auf ca. 4.600 qm.“ (Bebauungsplan Nr. 39 „Täbyplatz“) Der
Täby-Platz liegt zwar inmitten eines dicht bewohnten Gebietes und ist damit
zu Fuß gut erreichbar. Um
diese zusätzlichen Verkaufsflächen marktgerecht anbieten zu können,
werden zusätzliche PKW-Stellplätze erforderlich: ·
Auf dem bisherigen Parkplatz
an der Berliner Straße mit etwa 90 Parkplätzen soll ein 2-geschossiges
Parkdeck mit 140 PKW-Stellplätzen entstehen. ·
Für den Discount-Markt ALDI
stehen zur Zeit nur etwa 30 Parkplätze an der Ladenstraße zur Verfügung.
Daher soll ein Teil der östlichen Marktplatz-Fläche umgebaut werden, um
etwa 45 neue Parkplätze zu schaffen. ·
Außerdem sollen auf heutiger
öffentlicher Grünfläche neben dem heutigen Parkplatz an der
Klosterbergenstrasse/vor der Klosterbergenschule eine weitere Parkplatzfläche
mit 35 Plätzen angelegt werden, die mit dem ALDI-Parkplatz durch eine Überfahrt
verbunden wird. ·
Insgesamt werden zukünftig
225 Parkplätze (statt heute
140) zur Verfügung stehen. Der
Eigentümer plant, die Fläche des EDEKA-Marktes und die neue Ladenzeile (?)
entlang der Straße Am Ladenzentrum als 2-geschossige Gebäude, das Gebäude
des ALDI-Marktes sowie das neue Gebäude im Zugangsbereich (ggü. Am
Ladenzentrum 4) sollen 4-geschossig errichtet bzw. ermöglicht werden. Verkehrliche
Erschließung: Der
Standort ist leicht erreichbar über die Hamburger Straße und Berliner Straße
für Reinbek-Stadtmitte, Reinbek-West, Hinschendorf und die
Wohngebiete nördlich des Mühlenredders. Planungsrecht:
zur Zeit Planänderung durch Aufhebung des bestehenden
Bebauungsplanes Nr. 12 und Neu-Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 39 „Täby-Platz“.
Dieser sieht auch Büro- und Praxis-Nutzungen sowie Wohnungen ab dem
1. Obergeschoss vor. Wer
unterstützt das Vorhaben:
Eigentlich
alle Rathausfraktionen! Aber:
Der Eigentümer hat mehrfach zu Recht auf die Gefährdung des Täby-Platz-Standortes
durch die von CDU, SPD und Grünen betriebene Umwandlung des
Michaelis-Grundstückes zu einem riesigen Einzelhandelszentrum hingewiesen.
Diese Befürchtungen sind gerechtfertigt, denn der (neue)
Michaelis-Einzelhandelsstandort ist von einem großen Teil des Täby-Platz-Einzugsbereiches
günstig bzw. günstiger zu erreichen.... c) Einzelhandelszentrum und
Fachmarktzentrum Humboldtstraße Was
ist vorhanden: SB-Warenhaus
/ Verbrauchermarkt von FAMILA mit rund 2.100 qm Verkaufsfläche und
angegliederten Getränkemarkt mit ca. 300 qm VKF; großer Parkplatz mit
teilweise Markt-Funktion (Flohmarkt); angrenzend zahlreiche Fachmärkte
(z.B. Elektro-, Gartengeräte & -Fahrzeuge;
Tierbedarf usw.) Sehr
umsatzstarker, gewachsener Standort! Verkehrliche
Erschließung: Über
Kreisstraße K80 und Glinder Straße gut erreichbar; ausreichend PKW-Stellplätze
vorhanden. Der
Standort ist leicht erreichbar für Reinbek-West, Schönningstedt,
Prahlsdorf, Glinde-Wiesenfeld und
auch gut aus Ohe, Krabbenkamp, Aumühle, Neuschönningstedt zu erreichen. Planungsrecht:
Die
1. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 52 ermöglicht hier im Gewerbegebiet
die ausnahmsweise Nutzung als großflächige
Einzelhandelsfläche mit maximal 2.400 qm Verbrauchermarkt zuzüglich
200 qm sonstige Verkaufsfläche. Wünsche des Eigentümers bzw. von FAMILA
auf Erweiterungen hat das Rathaus vor Jahren abgelehnt. Für
den Fall, dass FAMILA auf den Michaelis-Standort um siedelt, bleibt die
heutige FAMILA-Fläche weiterhin für großflächige
Einzelhandelsbetriebe offen!! d) Neues Zentrum auf
Autohaus-DOBBERKAU-Fläche Was
ist vorgesehen: Auf
der Fläche des heutigen Autohauses Dobberkau an der Hermann-Körner-Straße
soll ein neues Einzelhandelszentrum entstehen mit: Neuansiedlung
eines Discount-Marktes mit 1.100 qm Verkaufsfläche und von Fachmärkten mit
bis zu 3.000 qm VKF; Gesamt-Verkaufsfläche: 4.000 qm; Cafe, Cafeteria,
Schnellimbiss bis zu 300 qm Grundfläche;
Räume für Gastronomie, Cafeteria bis zu einer Größe von 100 qm
Grundfläche; 250
PKW-Stellplätze; Verkehrliche
Erschließung: Über
Kreisstraße K80 / Gutenbergstraße (von Norden und Westen) bzw. Schulstraße//Auf
dem Gr. Ruhm/Mühlenredder aus der Stadtmitte und Prahlsdorf. Der Standort
ist extrem schlecht erreichbar und zielt dennoch überwiegend auf
PKW-Kunden. Leicht erreichbar für Reinbek-Stadtmitte, Prahlsdorf,
Reinbek-West. Planungsrecht:
zur Zeit Gewerbebaufläche; Bebauungsplan erwies sich als nicht
rechtskräftig (glückliche Fügung für Fa. Dobberkau!!) und musste neu
aufgestellt werden. Bau- und Planungs-Ausschuss hat am 29.06.2004 den
Entwurfs- und Auslegungsbeschluss gefasst. Wer
unterstützt das Vorhaben:
CDU, SPD, Grüne, FDP,
Rathaus. Forum21
ist dagegen. Warum
ist Forum21 gegen diesen neuen MEGA-Standort:
Bei
der Umwandlung der DOBBERKAU-Betriebsfläche handelt es sich um eine reine
Gefälligkeitsplanung für Dobberkau. Dobberkau möchte mit seinem KFZ-Geschäft
in das neue Gewerbegebiet Haidland umsiedeln und für seine heutige Fläche
einen höheren Verkaufspreis als für „normales“ Gewerbegebiet erzielen.
Dieser
neue Einzelhandels-Standort dürfte zu einer verkehrlichen Verstopfung
der Hermann-Körner-Straße und der angrenzenden Wohnbereiche führen –
erwartet werden pro Tag 1.180 KFZ! Der
Dobberkau-Standort wird in dem GESA-Einzelhandelsgutachten von Januar 2003
sehr kritisch gesehen: „....die Umsätze dieses Marktes (müssten)
ausschließlich durch Umverteilung in Reinbek und durch Erhöhung von
Kaufkraftzuflüssen von Glinde generiert werden.“!!!! Also ein reiner
Verdrängungs-Standort. Die
Neuschaffung von Einzelhandel auf dem Dobberkau-Standort erhöht faktisch
den Grundstücks-Verkaufspreis für die Fa. Dobberkau und stellt somit eine
ungerechtfertigte städtische Wirtschaftsförderung für diesen Betrieb dar.
e) Neues Zentrum auf Papiergroßhandel MICHAELIS-Fläche Was
ist vorgesehen: Nach
der Verlagerung des Papiergroßhandelsbetriebs in das Gewerbegebiet Haidland
soll hier an der Liebigstraße ein neues Einzelhandelszentrum entstehen. Der
Beschluss der Stadtverordnetenversammlung sieht vor: Umsiedlung von
SB-Warenhaus FAMILA von der Humboldt-Straße sowie Bau- und Gartenmarkt und
Fachmärkte; Ersatz für TOOM-Baumarkt an der Gutenbergstraße; SB-Warenhaus
ca. 4.200 qm Verkaufsfläche; Baumarkt mit ca. 5.000 qm VKF / 500
? PKW-Stellplätze / Gesamtgröße: 34.000 qm, ggf. erweiterbar um 12.600 qm
(Lekkerland-Grundstück). Vorrangige
Ausrichtung auf PKW-Kunden! Verkehrliche
Erschließung: Über
Kreisstraße K80 und Gutenbergstraße. Der Standort ist leicht erreichbar über
die Kreisstraße K80 für Reinbek-West,
Hinschendorf und über die Gutenbergstraße für Prahlsdorf und Stadtmitte.
Auch erreichbar für Schönningstedt, Neuschönningstedt, Glinde-Wiesenfeld, Planungsrecht:
zur Zeit Gewerbebaufläche; Bebauungsplan müsste geändert werden mit dem Ziel, hier „großflächigen Einzelhandel“
zu ermöglichen. Der
mit Datum 13.10.2004 vorgelegte Verwaltungs-Entwurf der 5. Änderung des
Bebauungsplanes Nr. 9 „Gewerbegebiet Reinbek/Glinde“ (öff.
Sitzungsvorlage 2004/60/032) sieht folgende Planungsziele für die heutige
Gewerbebaufläche vor: ·
Schaffung planerischer
Voraussetzungen für die Verlagerung und Modernisierung eines bestehenden
Verbrauchermarktes auf diese Fläche ·
„Schaffung von Flächen für
Fachmarktansiedlungen in wettbewerbs- und zukunftsfähiger Größenordnung“ ·
Umwandlung der „Gewerbefläche“
in „Sondergebiet mit der Zweckbestimmung großflächiger Einzelhandel“ ·
Beschränkung der maximal zulässigen
Verkaufsfläche auf 7.100 qm („mit für das Reinbeker Stadtzentrum verträgliche
Nutzungen“), davon maximal 4.500 qm Verkaufsfläche für den
Verbrauchermarkt (FAMILA) ·
Sicherung der Fuß- und
Radwegeverbindung entlang der Liebigstraße. Der
Verwaltungs-Entwurf enthält keine Aussagen zur Fachmarkt-Flächengröße
und zur Flächengröße der Parkplätze! Wer
unterstützt das Vorhaben:
CDU, SPD, Rathaus und Grüne.
Forum21
und FDP sind dagegen. Besonders die Fraktion der Grünen macht sich für
dieses Vorhaben sehr stark. Bereits in der Sitzung der Stadtvertreter am
06.02.2003 hatten sie zusammen mit der SPD im Sinne von zügigem
Planverfahren und großer Flächenausdehnung gefordert: „Die Sonderflächen
sind im Wege eines vorhabenbezogenen Planverfahrens auszuweisen. Die
Ausweisung soll eine Gesamtnutzfläche von nicht weniger als 20.000 qm für
Einzelhandelseinrichtungen mit den entsprechenden Parkmöglichkeiten
betragen.“ Warum
ist Forum21 gegen diesen neuen MEGA-Standort:
Der
neue Michaelis-Standort dürfte zweifellos aufgrund seiner Flächengröße
und leichten PKW-Erreichbarkeit ein sehr umsatzstarker Standort werden, der
dem Täbymarkt und der Stadtmitte über einen reinen Verdrängungswettbewerb
das Wasser abgraben dürfte! Es
dürfte faktisch unmöglich sein, nach der FAMILA-Umsiedlung auf dem
heutigen planungsrechtlich zweifelsfrei gesicherten Einzelhandels-Standort
an der Humboldt-Straße eine zukünftige Einzelhandelsnutzung zu verhindern;
somit eigentlich später ZWEI Standorte!! Dies bedeutet auch eine extreme
Konkurrenzverzerrung für bestehende Einzelhandelsstandorte in Reinbek. Der
mit Datum 13.10.2004 vorgelegte Verwaltungs-Entwurf der 29. Änderung des Flächennutzungsplans
(öffentliche Sitzungsvorlage 2004/60/031) bestätigt unsere Befürchtungen
und korrigiert die bisherigen Behauptungen von Rathaus und den zustimmenden
Fraktionen! Für den Teilbereich 1 (heutige FAMILA-Fläche an der
Humboldtstraße/Gutenbergstraße) sollen nach der Verlagerung des
Famila-Verbrauchermarktes auf den Michaelis-Standort folgende Planungsziele
gelten: ·
„Umwandlung der
„gewerblichen Baufläche“ in „Sondergebiet“ mit der Zweckbestimmung
„großflächiger Einzelhandel“ für Fachmärkte, die für das Reinbeker
Stadtzentrum verträgliche Nutzungen darstellen“ ·
„Schaffung von Flächen für
Fachmarktansiedlungen in wettbewerbs- und zukunftsfähiger Größenordnung“. Die
Neuschaffung von Einzelhandel auf dem Michaelis-Standort erhöht faktisch
den Grundstücks-Verkaufspreis für die Fa. Michaelis erheblich und stellt
somit eine ungerechtfertigte städtische Wirtschaftsförderung für den größten
Reinbeker Betrieb dar. (Dieser gibt vor, sonst nicht im Gewerbegebiet
Haidland eine neue Betriebsstätte für den Papiergroßhandel errichten zu können!!) f) Nahversorgungszentrum südlich Schönningstedt Was
ist vorgesehen: Der
Antrag des Investors vom 25.09.2003
/ 11.05.2004 sieht vor, hier den Ersatzstandort für ALDI-Kampstraße zu
schaffen, der zum Jahresende 2004 aufgegeben wird. Frische-,
Discount- und Fachmarkt insgesamt 3.900 qm Nutzfläche und 3.200
qm Verkaufsfläche (davon 1.100 qm ALDI-Discount, 2.000 qm Frischemarkt und
800 qm Fachmarkt) / 200
PKW-Stellplätze / möglich ist auch ein zusätzlicher
Marktplatz von 3.000 qm. Verkehrliche
Erschließung: Investor
plant den Umbau des Verkehrsknotens Glinder Str. / Königstraße zu einem
Kreisverkehr und will dessen Kosten tragen. Der
Standort ist leicht erreichbar für Schönningstedt, Prahlsdorf, Ohe,
Krabbenkamp, Aumühle, Neuschönningstedt, Glinde-Wiesenfeld, Planungsrecht:
zur Zeit baulicher Außenbereich; Bebauungsplan müsste aufgestellt
werden; Fläche zählte zum früheren „Holzvogtland-Wohnungsbau“-Projekt
und war Gegenstand von 2 Bürgerbegehren mit dem Ziel: Freihaltung der
Landschaft vor Bebauung; es gibt noch keinen Aufstellungsbeschluss für den
Bebauungsplan! Wer
unterstützt das Vorhaben:
Forum21, CDU, SPD?, FDP. Rathaus
und Grüne sind dagegen. Eine Entscheidung für den Standort gibt es noch
nicht. Bürgermeister
und einige Rathaus-Politiker verzögern die Beratung über den Standort. Das
Rathaus hat den 1. Antrag der Fa. Zündorf – vorgesehen in gleicher Größe
an der Schönningstedter Straße gegenüber der Schönningstedter Mühle –
am 25.09.2003 (und somit vor
der Beschlussfassung über den Standort Dobberkau!) angenommen, jedoch nicht
der am gleichen Tage über das Vorhaben Dobberkau beschließenden
Stadtvertretung vorgelegt!! Den
2. gleichlautenden Antrag vom 10.05.2004 – nunmehr auf die Fläche südlich
der Glinder Straße bezogen – kommentiert das Rathaus mit einem „Zu spät!“:
„Wenngleich es sich um eine attraktive Lage für gesamt Reinbek handelt,
ist aufgrund der bestehenden und in Umsetzung befindlichen Beschlusslage zu
den Einkaufszentren-Vorhaben Täbyplatz, Dobberkau und Michaelis die Kapazitätsgrenze
überschritten und somit der Zeitpunkt höchst unglücklich.“ (08.06.2004) Warum
ist Forum21 dafür:
Einziger ALDI-Standort in Reinbek mit langfristiger
Perspektive; optimale verkehrliche Lage und Erschließung; endlich ein
Nahversorgungszentrum für den Stadtteil Schönningstedt; geringe Konkurrenz
zur Stadtmitte und zum Täbyplatz; sehr gute Erreichbarkeit für Neuschönningstedt,
Ohe, Krabbenkamp sowie für Aumühle, Wohltorf und Glinde-Wiesenfeld. g) Neues Zentrum auf ABB-Altstandort in Glinde/Gutenbergstraße Was
ist vorgesehen: Discount-Markt
ALDI und Großtankstelle sowie
Schnell-Restaurant (Fast Food) ? Verkehrliche
Erschließung: Der
Standort ist leicht erreichbar über die Kreisstraße K80 für
Reinbek-West, Hinschendorf, Schönningstedt, Neuschönningstedt,
Glinde-Wiesenfeld, Planungsrecht:
zur Zeit Planänderung bzw. Plangenehmigung im Bereich der Stadt
Glinde. Wer
unterstützt das Vorhaben:
Stadt Glinde. Die
Stadt Reinbek hat kaum Einflussmöglichkeiten auf die Neuerrichtung auf dem
ABB-Gelände. Man
betreibt schließlich Kirchturm-Politik. Der
ABB-Altstandort dürfte in erheblichen Umfang zur örtlichen Umverteilung
von Einzelhandelsumsätzen führen (Täby-Platz; FAMILA-Markt) 5. Stellungnahme von Forum21 zum beantragten Nahversorgungszentrum südlich Schönningstedt
(ALDI) Im
Rahmen der Einwohnerversammlung der Stadt Reinbek am 21.10.2004
(Begegnungsstätte Neuschönningstedt) waren die Fraktionen gebeten worden,
den Teilnehmern ihre Sicht der Dinge vorzutragen. Während
die Grünen-Fraktion eine ablehnende Stellungnahme vorgetragen hat und die
SPD-Fraktion keine Stellungnahme vortrug (Tenor: Wir warten erst mal ab, was
heute die Bürger vortragen und entscheiden dann danach!), äußerten sich
die CDU-Fraktion, die FDP-Fraktion und Forum21 positiv zum Vorhaben. Hier
die Forum21-Stellungnahme: 1. Nach
unserer Auffassung sollten sich Rathaus und Politik um eine Verbesserung der
Einzelhandelsstruktur in Reinbek kümmern und sich dabei auf folgende 3
Standorte konzentrieren: A
Die
Stadtmitte (Bergstraße, Rosenplatz, Bahnhofstraße, Schmiedesberg),
die als wichtiges Nahversorgungszentrum versehen mit Fachgeschäften,
Praxen, Büros und Dienstleistern weite Teile von Alt-Reinbek abdeckt und
daher auch in ihrer Entwicklung zu sichern ist. B
Den Täby-Platz, der als
regionales Nahversorgungszentrum für die westlichen Stadtteile mit
Hinschendorf zu modernisieren und zu ertüchtigen ist. C
Ein neues
Nahversorgungszentrum entlang der Achse der Glinder Straße, das als
regionales Nahversorgungszentrum für Schönningstedt, Ohe, Krabbenkamp,
Neuschönningstedt und auch für Aumühle, Wohltorf und Glinde-Wiesenfeld Bedeutung
haben wird. Zur
Ausweisung der bisher gewerblichen Dobberkau- und der Michaelis-Fläche
als Einzelhandelsfläche stehen wir weiterhin ablehnend. Hier handelt es
sich nicht um eine konzeptionell begründete Planung, sondern um eine reine
Gefälligkeitsplanung für die jeweiligen Eigentümer, die damit einen
ungleich höheren Preis bei der Veräußerung erzielen können und somit
Wettbewerbsvorteile erlangen! 2. Wir
stimmen der vorgelegten ALDI-Planung
zu, sowohl hinsichtlich der Flächengröße – die wir für
angemessen halten -, wie auch hinsichtlich des Angebot-Mix
(Discounter, Frischemarkt, Fachmarkt). Es
ist bekannt, dass wir als Standort des neuen Einkaufszentrums das
Gewerbegebiet Haidland präferiert haben. Das haben die anderen Fraktionen
und das Rathaus ja ausgeschlossen. So
bleibt wahrscheinlich nur der jetzt beantragte Standort möglich, der
verkehrlich optimal anschließbar und sehr gut erreichbar gelegen ist. Ganz
ausdrücklich bekennen wir uns dazu, dass in Reinbek ein ausreichend großer
langfristig gesicherter ALDI-Standort unbedingt erforderlich ist. (Nicht
alle kaufen in Feinkostläden ein!) 3. Einen
Zusammenhang zwischen dem ALDI-Vorhaben und einer damit
einhergehenden Wohn-Bebauung des Holzvogtlandes verneinen wir ausdrücklich. Die
in letzter Zeit von „interessierter“ bzw. „gewöhnlich gut
unterrichteter“ Seite
vorgebrachten Ideen (z.B. Rathausneubau, Wohnbebauung, „Neue Mitte“)
halten wir für in jeder Hinsicht kontraproduktiv! 6. Ausblick Zur
Zeit wachen die unterschiedlichen Investoren mit Argus-Augen auf Änderungen
an den einzelnen Einzelhandels-Standorten in Reinbek und reklamieren
zugesagte Vorteile „ihres“ Standortes ein. Da
es Verwaltung und Politik versäumt haben, in Reinbek ein schlüssiges
Standort-Konzept für den Einzelhandel mit eindeutigen Zielvorgaben
aufzustellen, dürften Überraschungen nicht ausbleiben. Zwar
vermelden Bürgermeister und seine Verwaltung ständig, dass alles auf dem
besten Wege ist und mit Widerständen z.B. der Landesplanung nicht zu
rechnen ist. Doch dieses aufgebaute Bild trügt! So
trat der Dobberkau-Investor Mitte 2004 mit der Forderung auf, nicht nur ein,
sondern 2 Discounter-Märkte auf der Fläche an der Hermann-Körner-Straße
zuzulassen. Insbesondere
das für ALDI beantragte Nahversorgungszentrum südlich Schönningstedt wird
mit harten Bandagen bekämpft. Schließlich hat fast jeder Investor bereits
versucht, dort sehr verkehrsgünstig und zentral gelegen, Fuß zu fassen.
Und war dann von Bürgermeister Palm auf andere Standorte verpflichtet
worden. So
hat sich z.B. die Uniconcept GmbH (Dobberkau-Standort) wie folgt am
15.10.2004 mit offenkundigem Ärger gemeldet: „Es
ist nicht von der Hand zu weisen, dass für erfolgreichen Einzelhandel auch
in Reinbek nur das vorhandene Umsatzpotential zählt. Wenn festgelegt wird,
dass ein funktionales Fachmarktzentrum auf dem Dobberkau-Standort per
Ratsverfügung deutliche Einschnitte in der Zentralität erfährt
(Untersagung der Einbringung eines zweiten Lebensmittelmarktes), dann
erscheint es widersinnig durch Genehmigung eines zweiten Fachmarktzentrums
die Zentralität noch weiter zu schwächen. Darüber hinaus ergibt sich aus
der Bevölkerungsverteilung in Reinbek, dass der Dobberkau-Standort von
Kunden in hohem Maße auch aus dem Bereich Schönningstedt genutzt werden könnte. Die
Vermietungsverhandlungen sowie die einzelhändlerischen Standortanalysen
haben eindeutig ergeben, dass konservativ zu kalkulierende Mieten bei
Vorhandensein eines weiteren Fachmarktzentrums kaum durchsetzbar sind. [Anm. Forum21: Uniconcept bezieht diese Vorbehalte auf
den Standort Aldi südlich Schönningstedt. Der vorgesehene
Fachmarktstandort auf dem heutigen Famila-Standort scheint noch nicht
bekannt zu sein!] Mit
Erstaunen stellen wir fest, dass ein Discounter und ein Frischemarkt dort
genehmigt werden sollen, welches uns verweigert wurde mit der Begründung
der Nähe zum Täbyplatz. Der neue Standort ist für die Täbyplatz-Kunden
leichter zu erreichen als das Dobberkaugrundstück. Wir
müssen diverse Einschränkungen für den Dobberkau-Standort in Kauf nehmen.
(....) Mit
Unverständnis stellen wir fest, dass das laufende Verfahren noch nicht
abgeschlossen ist (Probleme Landesplanung, FH Hamburg) und durch eine zusätzliche
Planung deutliche Behinderung erfährt (Mieterseitig). Wir
möchten darauf hinweisen, dass das zusätzliche Nahversorgungszentrum den
Standort Dobberkau stark in seiner Realisierung beeinträchtigt wenn
nicht sogar gefährdet.“ Irgendwie
schöne Aussichten mal wieder in Reinbek. |
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| Heinrich Dierking |
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